Maiers Kitzbühel-Serie endete brutal: Nur
Platz zwölf für den Herminator im Super-G

Sechsfacher Streif-Sieger nicht unter den Top 10 Reichelt musste Fahrt wegen Verletzung stoppen

Maiers Kitzbühel-Serie endete brutal: Nur
Platz zwölf für den Herminator im Super-G © Bild: APA/Techt

Brutal ist Hermann Maiers Super-Serie in Kitzbühel zu Ende gegangen. Bei seinen sieben Super-G-Starts seit dem Jahr 2000 hatte Maier fünf Mal gewonnen und war zwei Mal Zweiter geworden. Der Angriff des Abfahrtstriumphators von 2001 auf den insgesamt siebenten Kitz-Triumph endete nun aber nur auf Platz zwölf. Das war das mit Abstand schlechteste Super-G-Ergebnis für Maier und sein drittschlechtestes in "Kitz".

Maier nahm das Ergebnis nach außen hin aber gefasst hin. "Es hat ja eigentlich ohnehin nur schlechter werden können, irgendwann musste es so weit sein", meinte der 36-jährige Ski-Superstar, der in der Spezialwertung dennoch weiter voran liegt und damit als Branchenführer zur WM kommt. "Serien sind da, um beendet zu werden", hatte Maier noch am Vortag des Super-G gemeint.

Dabei hatte Maier, der vergangenen Dezember sensationell in Lake Louise gewonnen hatte, so viel in dieses Rennen, mit dem er einen weiteren Meilenstein hätte setzen wollen, investiert. Dann fehlte aber am Renntag die letzte Entschlossenheit, wie er offen zugab. "Ich bin zu direkt gefahren. In ein Tor bin ich gerade noch reingeschlüpft", berichtete der Sieger von 24 Weltcup-Super-G.

Maier nicht enttäuscht
Die Frage, ob er enttäuscht sei, verneinte Maier vehement und kommentierte sie lakonisch. "Überhaupt nicht! Ich wollte ja auch einmal zeigen, dass ich auch hinten sein kann. Das war für mich ja viel schwieriger", sagte Maier dem österreichischen Fernsehen. Seine Hoffnungen für die Samstag-Abfahrt sind offensichtlich bescheiden. "Ich hoffe, es läuft ein bisserl besser."

Ein anderer Salzburger hatte es an diesem Tag noch schlimmer erwischt. Maiers Teamkollege Hannes Reichelt musste seine Fahrt im Super-G wegen akuter Sprunggelenksschmerzen abbrechen, nachdem er einen Schlag auf das verletzte Bein bekommen hatte. "Das rührt vom Sturz in Adelboden her. Der Schlag ging durch und durch, es war wie Zahnschmerzen", erzählte der 28-jährige Radstädter, der vergangenen Winter mit einem Punkt Vorsprung auf den Schweizer Didier Cuche die Super-G-Weltcupwertung gewonnen hat und sich seit Saisonbeginn mit Verletzungsproblemen herumschlägt.

Dass er wegen seiner Probleme gar die WM sausen lassen muss, glaubt Reichelt aber nicht. "Im Riesentorlauf bin ich ja fix gesetzt. Bis dahin muss sich das beruhigt haben. Im Training war es ja schon richtig gut." Zum siegreichen Salomon-Teamkollegen Kröll meinte Reichelt: "Er hat einen guten Griff beim Ski getan. Wir haben die Traverse gemeinsam angeschaut, dort hat der Klaus das Rennen dann auch gewonnen."

(apa/red)