Maier murrt nach Zwangspause: 'WM dauert
viel zu lange, man sollte sie komprimieren'

"Sollte wie Weltcup-Finale Zack, Zack, Zack gehen" Herminator erwägt Antreten beim Team-Bewerb

Hermann Maier vertritt nach wie vor die Meinung, dass Alpine Ski-Weltmeisterschaften künstlich in die Länge gezogen werden. "Die WM dauert viel zu lange, man sollte sie komprimieren. Es sollte wie bei einem Weltcup-Finale Zack, Zack, Zack gehen", meinte der Salzburger in Aare. Die WM 2007 dauert von 2. bis 18. Februar. Zum Vergleich: die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin haben exakt gleich lange gedauert.

Dass die Alpinen Titelkämpfe so lange dauern, liegt vor allem daran, dass alleine drei Tage für die Abfahrtstrainings reserviert sind. Genau da würde Maier auch den Hebel ansetzen. "Entweder sollen die Trainings schon vor der WM stattfinden. Oder besser noch: es soll gar nicht trainiert werden." Auch der Variante, die WM ans Saisonende zu verlegen kann Maier etwas abgewinnen. "Aber wenn gleich nach der WM das Finale als Revanche kommt, dann ist das auch nicht schlecht."

Vor allem die WM 2005 in Bormio war dem "Herminator" ein wenig lang geworden, denn mit Ausnahme des wegen eines TV-Streiks verschobenen Riesentorlaufs hatte das Programm gehalten. Im Falle von Aare könnte die längere Zeitspanne aber durchaus Sinn machen, denn bereits am ersten Tag hatte es die erste Absage und Verschiebung gegeben.

Im Gegensatz zu Bormio könnte Maier in Aare auch beim abschließenden WM-Teambewerb am 18. Februar teilnehmen, der Flachauer denkt auf jeden Fall über einen Start nach. "In meinem fortgeschrittenen Alter könnte ich mir überlegen, ob ich da nicht auch einmal dabei sein will. Aber ich weiß es noch nicht."

(apa/red)