Magna baut Brücke zur öffentlichen Brücke:
Ergebnisse des Opel-Gipfels im Überblick

Die Fakten zum Rettungskonzept für den Autobauer Bückenfinanzierung, Vorvertrag und Arbeitsplätze

Die deutsche Bundesregierung hat sich mit dem Opel-Mutterkonzern General Motors und dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna auf ein Rettungskonzept für den angeschlagenen Autobauer geeinigt. In die Entscheidung wurden die Ministerpräsidenten der Standortländer sowie das US-Finanzministerium als GM-Hauptgläubiger einbezogen. Hier die Ergebnisse im Überblick

Vorvertrag
Zwischen GM und dem kanadisch-österreichischen Magna-Konzern, der zusammen mit russischen Partnern bei Opel einsteigen will.

Gründung einer Treuhandgesellschaft
Sie soll zunächst sechs Monate bis zur Gründung des neuen europäischen Auto-Herstellers über die Verwendung der Kredite entscheiden und die Restrukturierung einleiten. Es ist die "dingliche Sicherung" des Engagements der öffentlichen Hand.

"Brücke zur Brücke"
Sofortige Bereitstellung von 300 Millionen Euro durch Magna, um den unmittelbaren Finanzbedarf von Opel zu befriedigen. Es handelt sich dabei um Forderungen, die am 2. Juni fällig werden.

Brückenfinanzierung
Die danach greifende Finanzierung der Umstrukturierung und der Loslösung von GM. Sie umfasst 1,5 Milliarden Euro, die jeweils zur Hälfte von der staatlichen KfW und den Landesbanken der Standortländer bereitgestellt werden. Denen wiederum garantieren die öffentlichen Hände von Bund und Ländern die Kredite. Als Gegenleistung hat die öffentliche Hand, falls die Kredite platzen, Erstzugriff auf alles von Opel in Deutschland.

Arbeitsplätze
Darüber sagt die Einigung auf dem Papier nichts aus, ebenso wenig wie über die Standortgarantien. Magna hatte aber vor den Verhandlungen erklärt, dass alle vier Opelwerke erhalten bleiben und in Deutschland 2.600 der jetzt 25.000 Arbeitsplätze wegfallen.

(apa/red)