Magisches Datum "7.7.2007": Zahl der Eheschließungen aber neuerlich gesunken

Juli erstmals in Geschichte beliebtester Heiratsmonat

Mit 35.858 Eheschließungen im Vorjahr ist laut Statistik Austria die Zahl der Hochzeiten gegenüber 2006 um 2,4 Prozent gesunken. Damit wird der seit dem Jahr 2005 erkennbare Trend sinkender Heiratszahlen (2006: 5,9 Prozent) weiter fortgesetzt. Der stärkste Rückgang mit 5,3 Prozent wurde in Wien verzeichnet. Nur in Vorarlberg (plus 6,5 Prozent) und Kärnten (plus 2,3 Prozent) gab es eine Zunahme bei den Hochzeiten.

Der Monat Juli war mit insgesamt 6.207 Eheschließungen der mit Abstand beliebteste Heiratsmonat. Mehr als ein Drittel der Juli-Hochzeiten fiel auf das magische Datum "7.7.2007". Laut Statistik Austria wurde damit ein in der 2. Republik noch nie registrierter Tagesrekord an standesamtlichen Trauungen erreicht. Damit wurde der sonst beliebte Hochzeitsmonat Mai, der seit dem Jahr 1988 insgesamt 15 Mal den ersten Platz eingenommen hat, von seiner "Favoritenrolle" verdrängt.

Im Jahresverlauf wurde die einzige Zunahme im 3. Quartal (plus 11,4 Prozent) und der stärkste Rückgang im 2. Quartal (12,3 Prozent) verzeichnet. Der starke Anstieg bzw. das beträchtliche Ausmaß des Rückgangs hing wohl mit dem Wunschdatum "7.7.2007" zusammen, das viele heiratswillige Paare in der ersten Jahreshälfte 2007 noch zum Abwarten bewegte.

Die vorläufige Zahl der Eheschließungen betrug 2007 35.858 und war damit um 882 niedriger als im Jahr davor. In zwei Bundesländern - Vorarlberg (plus 6,5 Prozent) und Kärnten (plus 2,3 Prozent) - gab es von Jänner bis Dezember 2007 mehr standesamtliche Eheschließungen. In den übrigen sieben Bundesländern wurden Rückgänge der Trauungen verzeichnet, die am deutlichsten in Wien (5,3 Prozent) ausfielen, gefolgt von Tirol (4,3 Prozent), Salzburg (4,1 Prozent) und der Steiermark (4,0 Prozent). Unterdurchschnittliche Rückgänge der Eheschließungszahlen wurden im Burgenland (1,7 Prozent), in Oberösterreich (1,6 Prozent) und in Niederösterreich (0,6 Prozent) registriert. (APA/red)