Mageres Jahr für die heimischen Manager:
Verdienst ging um bis zu 7 Prozent zurück

Ausfall von Boni fällt bei Entlohnung stark ins Gewicht Töchter von internationalen Konzernen zahlen besser

Mageres Jahr für die heimischen Manager:
Verdienst ging um bis zu 7 Prozent zurück © Bild: APA/Hochmuth

Die Wirtschaftskrise ist auch an den Managern nicht spurlos vorübergegangen. Die jährlichen Bruttoeinkommen sanken 2009 im Vergleich zu 2008 in der ersten Führungsebene um fünf Prozent auf 177.000 Euro, in der zweiten um sieben Prozent auf 107.000 Euro und in der dritten um fünf Prozent auf 78.000 Euro, zeigt die Triconsult-Umfrage im Auftrag des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF).

Der Anteil der Manager mit erfolgsabhängigen Leistungen ist dabei deutlich zurückgegangen, in der ersten Ebene von 69 Prozent auf 64 Prozent, in der zweiten von 70 auf 60 Prozent und in der dritten von 61 auf 52 Prozent. Das sei vor allem auf den Ausfall von Boni wegen schlechter Ergebnisse zurückzuführen, sagte Paul Jankowitsch, Bundesvorsitzender des WdF. Optionen kommen dabei aber nur bei elf Prozent der Manager ins Spiel, 89 Prozent erhalten Barauszahlungen.

Wer weiter gut verdienen will, sollte in ein möglichst großes Unternehmen gehen, empfiehlt Jankowitsch. Denn während die Top-Manager von Unternehmen mit weniger als fünf Mio. Euro Umsatz durchschnittlich brutto rund 93.200 Euro jährlich verdienen, sind es in Unternehmen mit 50 bis 100 Mio. Euro Umsatz 184.500 Euro und bei Unternehmen mit mehr als 500 Mio. Euro 318.600 Euro.

Internationale Konzerne zahlen besser
Zweite Empfehlung: Jobs in Tochterunternehmen internationaler Konzerne sind besser bezahlt und krisenresistenter als die Arbeit in heimischen Firmen. Das Gesamteinkommen der Manager der ersten Führungsebene in ausländischen Konzerntöchtern lag 2009 bei 190.000 Euro, um 5.000 Euro höher als 2008. Eklatant besser verdienen auch die Manager börsenotierter Unternehmen mit einer Beteiligung der öffentlichen Hand. Sie erhalten im Schnitt 422.000 Euro.

Wie das Jahr 2010 weitergeht sei noch nicht klar, aber es falle auf, dass heuer in der ersten Führungsebene ein Drittel weniger Verträge abgeschlossen worden seien als zum gleichen Zeitpunkt 2009. Offenbar werden Vertragsabschlüsse immer kurzfristiger, sagte Josef. Auch nehme der Anteil befristeter Verträge zu.
(apa/red)

Kommentare

Die armen Manager Ich bitte um eine Spende für die armen, geschröpften Manager. Bis 5% geringerem Einkommen - können sie da noch überleben?
Diese Manager schröpfen ihre Mitarbeiter um 30% und mehr. Also gehört ihnen nicht nur 5% genommen, sondern mindestens 50%!

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