Magere Auftakt-Bilanz für 'Formel Austria': Wurz und Bullen fahren weiter nur hinterher

Williams-Pilot muss noch immer auf Punkte warten Bahrain: Red Bull vom Speed her schon vierte Kraft

Magere Auftakt-Bilanz für 'Formel Austria': Wurz und Bullen fahren weiter nur hinterher

Auf den ersten Blick hat die "Formel Austria" beim Bahrain-Grand-Prix enttäuschend abgeschnitten. Alexander Wurz wurde im Williams-Toyota nur überrundeter Elfter und blieb damit auch im dritten Saisonrennen ohne WM-Punkt. Red Bull brachte keines seiner vier Autos ins Ziel. Damit hat es in den ersten drei Saison-Rennen 2007 und vor der nun einmonatigen Rennpause bis zum ersten Europa-Grand Prix am 13. Mai in Spanien nur wenige Erfolgserlebnisse für Rot-Weiß-Rot gegeben.

Zumindest bei Red Bull sah man in Bahrain aber ermutigende Aspekte. Denn die beiden RBR-Piloten David Coulthard und Mark Webber zeigten erstmals das Potenzial des von Adrian Newey konstruierten RB3 und fuhren zwischendurch sogar in den Punkterängen.

Coulthard war sogar vom 21. und vorletzten Startplatz bis auf Rang sieben nach vor geprescht, ehe ihn ausrinnendes Fett in der 36. Runde stoppte. Der von Platz acht gestartete Webber lag trotz offener und bremsender Tankklappe im zweiten Stint ebenfalls zwischenzeitlich auf Rang sieben, musste aber wenig später sein Auto wegen einer kaputten Getriebe-Elektronik abstellen.

"Vom Speed her schon vierte Kraft"
Red-Bull-Berater Helmut Marko sah dennoch viel Positives. "Vom Speed her waren wir heute bereits die vierte Kraft. Beide Autos waren aus eigener Kraft in den Punkten und auch Tonio Liuzzi war abseits seiner technischen Probleme im Toro Rosso sauschnell", sagte der Grazer und ergänzte: "Gegenüber den Winter-Tests hat Red Bull Racing bereits 1,5 Sekunden aufgeholt."

Auch RBR-Teamchef Christian Horner bedauerte: "Coulthard wäre heute Kandidat auf den Mann des Rennens gewesen. Leider kam es dann anders." Für Toro Rosso fasste Teamchef Franz Tost kurz und bündig zusammen: "Ein enttäuschender Sonntag. Wenigstens haben wir jetzt Zeit, um in Barcelona besser da zu stehen."

Keine Punkte für Wurz
Nicht viel Positives konnte Wurz an Platz elf finden. Er brachte damit genau seine Startposition nach Hause, lag am Ende aber wieder - wenn auch nur einen Platz - hinter seinem jungen Teamkollegen Nico Rosberg. Wurz' Problem: Sein FW29 präsentierte sich ganz anders als im Training. Der Niederösterreicher war mit 313,5 km/h zwar der Fahrer mit dem höchsten Top-Speed im Feld, der Grip an der Hinterachse fehlte aber völlig. "Deshalb konnte ich nicht wie gewünscht attackieren", klagte Wurz.

Deshalb teilte der Österreicher dem Team per Funk schon zur Rennmitte mit, dass er Rosberg ziehen lassen werde, damit wenigstens der Teamkollege um WM-Punkte kämpfen könne. "Leider hat auch das nicht geklappt. Ich habe gehofft, dass wenigstens er Punkte für das Team heim bringt", sagte der sehr enttäuschte Wurz.

(apa/red)