Mädchen lesen besser als Burschen: PIRLS offenbart große Geschlechterunterschiede!

In Österreich aber relativ geringer Unterschied Arabische Staaten verbuchen größte Differenz

Bei der Lese-Studie PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) haben die Mädchen in allen 40 teilnehmenden Staaten bessere Ergebnisse als die Burschen erzielt. Im Schnitt erreichten die Mädchen 509 Punkte, die Burschen 492, der internationale Geschlechterunterschied beträgt damit 17 Punkte. In Österreich beträgt der Mittelwert bei den Mädchen 543 Punkte, bei den Burschen 533 - eine im internationalen Vergleich recht geringe Differenz.

Den geringsten Geschlechterunterschied bei PIRLS wies Luxemburg mit drei Punkten auf (Mädchen: 559, Burschen: 556), gefolgt von Spanien mit vier Punkten (Mädchen: 515, Burschen: 511) (als einzige Staaten sind in diesen beiden Ländern die Differenzen statistisch nicht signifikant, Anm.) sowie Belgien (französischer Teil; 502 zu 497) und Ungarn (554 zu 548, Unterschied durch Rundung, Anm.) mit je fünf Punkten. Kleinere Unterschiede als in Österreich bei den Leseleistungen zwischen Mädchen und Burschen waren noch im flämischen Teil Belgiens (sechs Punkte) sowie Italien, den Niederlanden und Deutschland (je sieben Punkte) zu verzeichnen. Mit je zehn Punkten Geschlechtsunterschied gleichauf mit Österreich rangieren die USA und Hongkong.

Die höchsten Differenzen weisen die arabischen Staaten auf: In Kuwait erreichten die Mädchen 364 Punkte, die Burschen 297 (67 Punkte Unterschied), in Katar kamen die Mädchen auf einen Mittelwert von 372 Punkten, die Burschen auf 335 (37 Punkte Unterschied).

Kaum einen Unterschied gibt es bei den beiden erhobenen Lese-Kategorien: Sowohl beim "Lesen zum Informationsgewinn" als auch beim "Lesen, um literarische Erfahrungen zu machen" haben die Mädchen klar die Nase voran. Einzig die Unterschiede zwischen den Geschlechtern fallen etwas weniger stark aus - diese sind beim "Lesen zum Informationsgewinn" etwas geringer. (APA/red)