"Mad Dog" mit Brutalo-Attacke: Pogatetz nach schwerem Foul im Ligacup in der Kritik

ManU-Coach Alex Ferguson über "Mad Dog" erzürnt Verdacht auf Beinbruch bei Brasilianer nicht bestätigt

"Mad Dog" Emanuel Pogatetz ist im englischen Liga-Cup das Gesprächsthema. Der 25-Jährige beging beim 1:3 seines Clubs Middlesbrough im Drittrunden-Match bei Champions-League-Sieger Manchester United in der 67. Minute ein schweres Foul am Brasilianer Rodrigo Possebon, für das er ausgeschlossen wurde. Possebon feierte in diesem Match sein Debüt für ManU. Ein Verdacht auf Beinbruch bestätigte sich aber nicht.

Pogatetz spielte als Kapitän und hatte den 19-Jährigen mit voller Wucht mit gestrecktem Bein attackiert. Den Südamerikaner hob es aus, er blieb mit starken Schmerzen liegen und musste gar mit Sauerstoff behandelt werden. Pogatetz wollte den Ausschluss zunächst nicht wahrhaben, griff sich angesichts der Roten Karte an den Kopf. Von der Bank von Middlesbrough kam zudem ein Zuruf, dass das Vom-Platz-Stellen ungerechtfertigt und Possebon gar nicht verletzt gewesen sei.

Das erzürnte vor allem Manchester-United-Manager Alex Ferguson. Der Langzeit-Coach des 17-fachen englischen Meisters und Premier-League-Titelverteidigers stellte nach dem Zwischenfall beim Zwischenstand von 1:1 das Middlesbrough-Trainergespann Gareth Southgate und Colin Cooper zur Rede. "Der Bursche ist im Krankenhaus", meinte Ferguson. "Eine Verletzung dieser Art ist einfach schrecklich für ihn." Und zu Pogatetz: "Er hätte gleich freiwillig vom Platz gehen müssen."

Middlesbrough-Manager Southgate entschuldigte sich danach bei Ferguson, nachdem er den Mitschnitt des Fouls gesehen hatte. "Das Tackling war wirklich schrecklich. Ich will es mir nicht noch einmal ansehen." Possebon verbrachte die Nacht im Krankenhaus, ehe ein Beinbruch ausgeschlossen werden konnte.

(apa/red)