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Macron lehnt Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels ab

Telefonat mit Trump

Der französische Präsident Emmanuel Macron lehnt eine mögliche Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA ab. Der Status Jerusalems müsse im Rahmen der Friedensverhandlungen von Israelis und Palästinensern festgelegt werden, teilte der Elyseepalast am späten Montagabend nach einem Telefongespräch Macrons mit seinem US-Kollegen Donald Trump mit.

Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass Trump unmittelbar vor der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt stehe.

Um Jerusalem wird seit langem gestritten. Die Palästinenser wollen im arabischen Ostteil der Stadt, den Israel 1967 besetzt und später annektiert hatte, die Hauptstadt eines unabhängigen Staates ausrufen. Israel beansprucht hingegen die ganze Stadt für sich.

Macron berichtete laut Elyseepalast zudem über sein Treffen mit dem Regierungschef der Autonomen Region Kurdistan, Nechirvan Barsani, und dessen Stellvertreter Qubad Talabani am vergangenen Wochenende. Paris und Washington wollten ihre gemeinsamen Bemühungen fortsetzen, die Stabilität und die Einheit des Iraks zu sichern. Die Kurden im Nordirak hatten sich Ende September in einer Abstimmung mit überwältigender Mehrheit für die Unabhängigkeit ausgesprochen. Als Reaktion rückten irakische Sicherheitskräfte in Gebiete vor, die zuvor von kurdischen Peschmerga-Kämpfern kontrolliert worden waren.

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