Macho hat sich in Athen gut eingelebt:
Rückennummer 50 bei AEK klare Nummer 1

Teamkeeper ist noch ohne Gegentreffer im AEK-Tor "Besseren Start hätte ich mir nicht vorstellen können"

 Macho hat sich in Athen gut eingelebt:
Rückennummer 50 bei AEK klare Nummer 1

Österreichs Fußball-Nationaltorhüter Jürgen Macho hat in den vergangenen vier Spielen kein einziges Tor erhalten. Allerdings nicht im Nationalteam, sondern bei seinem neuen Arbeitgeber AEK Athen. Der 30-jährige Wiener hatte seinen Wechsel vom 1. FC Kaiserslautern nach Athen erst am letzten Tag der Transferzeit Ende August über die Bühne gebracht. Dennoch hat sich Macho in der griechischen Hauptstadt bereits hervorragend eingelebt.

Sportlich ist Macho seit dem Abgang aus Kaiserslautern die größten Sorgen los. Während die Pfälzer mit ihrem neuen Keeper Florian Fromlowitz nach acht Runden noch auf ihren ersten Sieg in der zweiten deutschen Bundesliga warten, ist der ÖFB-Teamkeeper in Athen die unumschränkte Nummer eins. "Dabei war die Eingewöhnungsphase sehr kurz", erklärte Macho. "Ich habe gewusst, dass ich vom ersten Moment an voll da sein muss." Er war es.

Torsperre
Macho kassierte sowohl bei seinem AEK-Debüt im UEFA-Cup-Hinspiel gegen Österreichs Meister Red Bull Salzburg (3:0) als auch in den Ligaspielen gegen Atromitos Halkidona (2:0), AE Veria (1:0) und APO Levadiakos (4:0) nicht einen Gegentreffer, gab das Lob aber auch an seine Vorderleute weiter. "Wir haben sehr gut gespielt. Einen besseren Start hätte ich mir kaum vorstellen können", sagte der Routinier, der bisher zwölf Länderspiele absolviert hat.

In Athen ist die Wohnungssuche mit seiner Freundin mittlerweile abgeschlossen. "Alles hat sehr gut funktioniert. Ich fühle mich wirklich wohl", versicherte Macho. Auch in der Mannschaft genießt der Österreicher großen Respekt. "Er gibt uns Ruhe und Sicherheit", begründete AEK-Trainer Lorenzo Serra Ferrer, der Macho unbedingt im Team haben wollte. Zu unzufrieden war man bei AEK mit den Leistungen des Brasilianers Marcelo Moretto, der im Sommer leihweise von Benfica Lissabon gekommen war.

Nummer 50 ist die klare Nummer eins
Die Nummer 50, die Macho trägt, ist in Athen aber die klare Nummer 1. "Das ist eine große Herausforderung. AEK hat eine starke Mannschaft. Auch die Stimmung ist sehr gut", versicherte der Österreicher. Dabei verfügen die Griechen um Superstar Rivaldo über eine echte Multi-Kulti-Truppe mit Legionären aus elf verschiedenen Ländern - darunter fünf Brasilianer und drei Argentinier. "Im Endeffekt geht es immer um Qualität", erklärte Macho.

Diese hatte der Österreicher in seiner Karriere bereits an verschiedenen Stationen bewiesen. Von der Vienna war der 1,93 m große Schlussmann erst zu Sunderland und später zu Chelsea gewechselt. Beim Spitzenclub der englischen Premier League blieb Macho auch wegen eines Kreuzbandrisses ohne Pflichtspieleinsatz, kehrte daher 2004 für ein halbes Jahr nach Österreich zu Rapid zurück. In Kaiserslautern wurde der ÖFB-Keeper im Vorjahr von den Fans zum "Spieler der Jahres" gewählt.

(apa/red)