"Mache mir Sorgen um den Stil der Politik":
ÖIAG-Boss Michaelis greift seine Kritiker an

Hält sein Gehalt von 715.000 Euro für angemessen SPÖ: "Äußerungen wie Michaelis selbst entbehrlich"

"Mache mir Sorgen um den Stil der Politik":
ÖIAG-Boss Michaelis greift seine Kritiker an © Bild: APA/Schlager

Der Streit um ÖIAG-Chef Peter Michaelis geht weiter. Der Manager hat im Wirtschaftsmagazin "trend" seine Kritiker kritisiert. "Ich mache mir wirklich große Sorgen um den Stil der Politik, der sich da offenbart. Wenn es Differenzen gibt, können die ja diskutiert werden. Aber öffentlich Briefe zu verschicken und mich anzuschütten, das ist unfassbar." Häme hagelte es umgehend von der SPÖ.

Trotz aller Kritik will sich Michaelis nicht zurückziehen. "Ich habe einen vernünftigen Job gemacht, deswegen hat der Aufsichtsrat meinen Vertrag auch bis Mitte 2011 verlängert. Und ich sehe keinen Grund, warum ich ihn nicht erfüllen sollte." Die Frage der Vertragsverlängerung stelle sich heute nicht, meint Michaelis. Sein Gehalt von 715.000 Euro will er nicht beurteilen, dies sei Sache des Aufsichtsrates. Der Manager hält es offenbar für angemessen: "Man darf nicht vergessen, dass die ÖIAG erstmals einen Alleinvorstand hat, was etwa bei der Privatisierung der AUA hohe Verantwortung und hohes Haftungsrisiko bedeutete."

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter bezeichnete die Äußerungen des ÖIAG-Chefs als ebenso entbehrlich wie Michaelis selber. Die SPÖ will die ÖIAG mitsamt ihrem Chef einsparen, die ÖVP hält an der Verstaatlichten-Holding und an Michaelis fest. "Die Jammerei darüber, dass die Ungeheuerlichkeiten nachträglicher Bonuszahlungen trotz Missmanagement und einer Art von Kopfprämie bekannt wurden, ist bezeichnend. Michaelis zählt - gemeinsam mit Grasser und Meinl - zurecht zu den absoluten Minusmännern öffentlicher Glaubwürdigkeit", so Kräuter.

Ende Juni hatte die ÖIAG mitgeteilt, dass sich im Zuge der "Verkleinerung ihres Beteiligungsportfolios" die Arbeitsfelder reduzierten und der Vorstand daraufhin mit einem Kapazitätsanpassungsprogramm reagierte. So werde der Beschäftigtenstand von 24 auf 17 Mitarbeiter reduziert. Die ÖIAG hält noch drei Staatsbeteiligungen: Die Anteile an der Post, der OMV und der Telekom Austria.

(apa/red)

Kommentare

Angemessen... ist ein Gehalt oder ein Bonus, der tatsächlich den Gegenwert einer erbrachten Leistung hat. Was hat Michaelis geleistet ? Was wurde im Gegenzug unter seiner Führung alles verbockt, Geld vernichtet, Arbeitsplätze verloren ? Wird das alles aufgerechnet, wird er wohl noch was zurückzahlen müssen .....

Ein Geschwür welches entfernt gehört..... Solche Manager gibt es eben nur in den Dunstkreisen von ÖVP. Für Misswirtschaft wird dieser Hr. Michaelis auch noch belohnt und das Geld wird Ihm in den Ar..... geschoben.
Hier zeichnet sich eine Unternehmer und Manager Partei wie die ÖVP richtig aus.

AR****** CASHT WEITER AB, DA ER JA DEN RÜCKHALT DER ÖVP HAT!

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