Märtha Louise von

Märtha Louise: Zwischen Guru-
Liebe, Engeln und Königshaus

Märtha Louise - Märtha Louise: Zwischen Guru-
Liebe, Engeln und Königshaus © Bild: APA/AFP/NTB Scanpix/Lise Åserud

Sie gilt als "Enfant terrible" der norwegischen Krone. Doch Märtha Louise setzte sich gegen alle Widerstände durch frönt ihrer Leidenschaft der Esoterik und fand dadurch auch ihre neue, große Liebe.

Steckbrief

  • Name: Märtha Louise von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg
  • Geburtsdatum: 22. September 1971
  • Geburtsort: Oslo
  • Beruf: Physiotherapeutin, Engelsmissionarin
  • Sternzeichen: Jungfrau
  • Ex-Mann: Ari Behn (2002 bis 2016)
  • Kinder: Maud Angelica, Leah Isadora, Emma Tallulah
  • Beziehungsstatus: vergeben an Schamane Durek Verrett
© imago images / UPI Photo

Märtha Louise von Norwegen wollte nie eine Prinzessin sein. Darüber sprach die 47-Jährige vor genau einem Jahr ganz offen. Als Prinzessin ziehe man von Beginn an öffentliches Interesse auf sich und werde mit großen Erwartungen konfrontiert. Das widerstrebte ihr.

Hochzeit mit einem Bürgerlichen

© JONATHAN NACKSTRAND/AFP

Schon nach ihrer Hochzeit im Jahr 2002 mit dem bürgerlichen Schriftsteller Ari Behn verzichtete sie auf ihr Prädikat "Königliche Hoheit" und auch auf umgerechnet 500.000 Euro Jahresapanage. Die Verbindung hielt 14 Jahre, danach kam die Scheidung. Inzwischen lebt Märtha Louise, der viele eine warmherzige Ausstrahlung bescheinigen, ihr ganz eigenes Leben.

Liebe zu einem Schamanen

Wichtigster Bestandteil ist - neben ihren drei Töchtern - ihr neuer Lebenspartner, der berühmte Schamane Durek Verrett. "Er hat mein Leben verändert", schrieb die Schwester von Kronprinz Haakon schon zu Beginn der Liason auf ihrer Instagram-Seite.

Auch ihr spiritueller Lebensgefährte ist glücklich Märtha Louise an seiner Seite zu wissen. In emotionalen Postings nennt er sie "meine Göttin" und macht seine Liebe öffentlich.

Die Transformation der Prinzessin

Schon vor ihrer neuen Liebesgeschichte veränderte sich Märtha Louise. So konzentrierte sich die Absolventin eines Literatur-Studiums an der Universität von Oxford früher voll und ganz auf ihre Reiterkarriere. Sie war sogar Mitglied der norwegischen Nationalmannschaft. Nebenbei ließ sich die Prinzessin zur Physiotherapeutin ausbilden.

Das alles hatte noch keine Empörung des Volkes hervorgerufen. Doch dann der Wandel: Nach ihrer Arbeit als Physiotherapeutin schreibt sie Kinderbücher, singt Weihnachtslieder und entdeckt schließlich ihre Gabe, mit Engeln sprechen zu können - wie sie behauptet.

Gründerin einer Engelsschule

Gemeinsam mit einer Freundin gründete Märtha Louise ein Seminar-Zentrum in Oslo. In dieser "Engelsschule", so wird den Schülern versprochen, kann man nicht nur lernen, seinem eigenen Engel zu begegnen, sondern sich auch in drei Jahren zum "Engelsmissionar" ausbilden lassen. Und zum Überdruss auch noch die Verbindung zu einem Geistheiler.

»Ich habe ihn aus Liebe ausgewählt«

Der 47-Jährigen scheint bewusst gewesen zu sein, dass sie mit ihrer neuen Liebe einige Anhänger des norwegischen Königshauses vor den Kopf stoßen könne. Möglicher Kritik greift sie bei Instagram vorweg: "Es ist nicht Ihre Aufgabe, meine Entscheidungen zu treffen oder mich zu beurteilen." Sie habe Durek Verrett nicht nach Schubladen oder Normen ausgewählt, sondern "aus Liebe".

Unterstützung aus Hollywood

Mit ihrem Lebenswandel erntet Prinzessin Märtha Louise aber nicht nur Kritik, sondern erhält auch prominente Unterstützung aus Hollywood. So ist auch Schauspielerin Gwyneth Paltrow fasziniert von Guru Durek Verrett. Gemeinsame Erinnerungsfotos sprechen eine eindeutige Sprache. Auch Instagram schwärt die Königstochter schwärmt von Oscar-Gewinnerin:

"Großartige Menschen zu treffen, die uns helfen zu wachsen, ist so ein Geschenk im Leben, findet ihr nicht auch? Gwyneth Paltrow zu treffen war so ein Geschenk. Deine Weisheit, deine Stärke, deine klare Vision und deine sanfte Persönlichkeit mit einem großartigen Sinn für Humor sind so inspirierend. Danke dafür, dass du bist, wer du bist und uns mit offenen Armen aufgenommen hast. Ich freue mich auf unsere nächste Begegnung.“

Märtha Louise verwendet Prinzessinnentitel nicht mehr geschäftlich

Die norwegische Prinzessin Märtha Louise (47) will ihren Prinzessinnentitel künftig nicht mehr für gewerbliche Zwecke verwenden. Dies habe die Tochter von König Harald V. und Königin Sonja nach Rücksprache mit ihrer Familie entschieden, teilte das norwegische Königshaus am Mittwoch mit.

Die Prinzessin werde ihren Titel zwar weiter im privaten Rahmen gebrauchen oder wenn sie das Königshaus vertrete. Wenn sie aber einkommensbringenden Vorhaben nachgehe, werde sie nur noch unter ihrem Namen Märtha Louise auftreten. Die Prinzessin selbst schrieb auf Instagram, es handle sich um eine gute Lösung, in der ihre geschäftliche Rolle klar von der als Repräsentantin des Königshauses getrennt werde.

Hintergrund des Schrittes sind jene erwähnten Geschäfte, denen die Prinzessin gemeinsam mit ihrem neuen Lebensgefährten Durek Verrett nachgeht.