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Jimmy Choo stellt sich zum Verkauf

Vorgehen mit Hauptaktionär JAB abgestimmt

Der Luxusschuh-Anbieter Jimmy Choo stellt sich selbst zum Verkauf. Es würden Übernahmeangebote angestrebt im Rahmen einer Überprüfung aller strategischer Optionen, teilte das britische Unternehmen mit Wiener Wurzeln am Montag mit. An der Börse ist es derzeit umgerechnet rund 775 Mio. Euro wert. Das ist etwa ein Fünftel mehr als beim Börsengang 2014.

Dem Management zufolge ist das Vorgehen mit dem Hauptaktionär JAB Luxury abgestimmt, der zwei Drittel der Jimmy-Choo-Anteile hält. Noch gebe es aber keine Angebote oder Annäherungen an mögliche Interessenten.

Jimmy Choo vertreibt auch Accessoires. Bekannt ist das Unternehmen unter anderem aus der TV-Serie "Sex and the City". Es wird von den US-Großbanken BofA Merrill Lynch und Citigroup beraten. Die Jimmy-Choo-Aktien kletterten am Montag in London um mehr als fünf Prozent.

JAB Luxury zählt zur Luxemburger JAB Holding Company und wird von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann über die beiden Wiener Unternehmen Agnaten SE und die Lucresca SE kontrolliert. Zur Finanzholding gehören unter anderem auch 10,7 Prozent der Reckitt Benckiser, die Mehrheit am Parfümhaus Coty und dem Kaffeehersteller Jacobs Douwe Egberts sowie einige Luxusmarken wie Bally oder eben auch Jimmy Choo.

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