Lungenöffnung nach Messertstich: Ehestreit
endet in Salzburg fast tödlich, Frau verhaftet

Vierfacher Familienvater bei Streit schwer verletzt Messer fand sich in Kleiderkasten im Kinderzimmer

Beinahe tödlich endete ein Ehestreit in einer Salzburger Wohnung: Ein 26-jähriger vierfacher Familienvater erlitt einen Messerstich in die Brust, dabei wurde auch die Lunge geöffnet. Der Mann gab an, seine 25-jährige Frau habe ihn mit dem Messer attackiert. Die Frau wiederum behauptete, der Mann habe sich selbst gestochen, teilte die Polizei in einer Aussendung mit.

Der Streit eskalierte kurz nach Mitternacht. Der Grund sowie der genaue Hergang waren der Polizei aber zunächst nicht bekannt. Beim Eintreffen der Beamten strömte beim Mann unterhalb der Achsel Blut und Luft aus der Stichwunde. Die Polizisten legten den 26-Jährigen auf den Boden, verbanden ihn mit seiner eigenen Kleidung und dichteten die Lungenöffnung mit einem Plastiksack ab. Danach wurde der Schwerverletzte vom Notarzt behandelt und mit der Rettung in die Intensivstation der Chirurgie-West eingeliefert.

Die Polizei suchte die Wohnung nach Tatort-Spuren ab. Das Messer wurde erst nach längerer Suche in einem Kleiderkasten im Kinderzimmer gefunden. Die Frau wurde vorläufig festgenommen, die vier Kleinkinder wurden vorübergehend im Landeskrankenhaus untergebracht. (apa/red)