Fakten von

Lugner kämpft gegen
"rot-schwarze Schweinderl"

Wahlkampf-Auftakt in Lugner City - Viel Publikum dank Billig-Bier und Jazz Gitti

Wahlkampfauftakt in der Lugner City © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Baumeister Richard Lugner hat Montagabend in der heimatlichen Lugner City seinen Hofburg-Wahlkampf gestartet. Bier und Würstl um je einen Euro sowie ein ausführlicher Auftritt der Jazz Gitti brachten dem unabhängigen Präsidentschaftskandidaten einige hundert Zuschauer.

THEMEN:

Denen wusste auch zu gefallen, was Lugner in seiner eher kurz gehaltenen Ansprache zum Besten gab. Österreich brauche einen unabhängigen und aktiven Bundespräsidenten, warb der Shoppingmall-Besitzer für sich selbst.

Wahlkampfauftakt in der Lugner City
© APA/GEORG HOCHMUTH

Als erste Tat in der Hofburg will Lugner seine neuen Amtsräume besichtigen. Gleich danach soll die Bundesregierung beim neuen Staatsoberhaupt antreten. Rot und Schwarz will er dabei klar machen, dass er die Regierung entlässt, wenn sie nicht zu streiten aufhört.

»Die rot-schwarzen Schweinderl tun ganz gerne futtern.«

Zweifel am Erfolg dieser Initiative hegt Lugner nicht, würden sich doch SPÖ und ÖVP sicher nicht gerne vom Futtertrog wegbewegen: "Die rot-schwarzen Schweinderl tun ganz gerne futtern."

"First Couple for Austria"

Fremdsprachenkenntnisse bewies das Lugner-Team am Bühnentransparent, von dem der Kandidat samt Ehefrau auf das Publikum blickte: "First Couple for Austria", lautet der Werbeslogan. Lugners First Lady hielt sich freilich heute im Hintergrund und saß mit ihrer Tochter in den hinteren Reihen der aufgestellten Bierbänke: "Sie will nichts reden, damit es schnell geht", begründete der Baumeister die Abwesenheit von Gattin Cathy auf der Bühne.

Wahlkampfauftakt in der Lugner City
© APA/GEORG HOCHMUTH

Von "A Wunder" bis "Kränk di net"

Während sich der Hofburg-Kandidat eher kurz hielt, geizte Jazz Gitti bei ihrem Auftritt nicht. Ihr musikalisches Programm bot etwas für alle möglichen Wahlergebnisse, von "A Wunder" bis "Kränk di net". Die Werbetrommel rührte die Jazz Gitti freilich weniger für ihren Gastgeber Lugner, für den sie nur ein paar mehr oder weniger derbe Scherze parat hatte. Vielmehr ging es ihr darum, das Publikum anzufeuern, sie weiter bei der ORF-Sendung Dancing Stars zu unterstützen. Ihren Profi-Tanzpartner Willi Gabalier hatte die Jazz Gitti in die Lugner City mitgebracht, wo dieser beweisen konnte, dass er die Sängerin gleich mehrfach in die Höhe werfen kann.

Kommentare

Oberon

Beim Recherchieren nach der "Jazz-Gitti" bin ich auch auf Horst Chmelar mit seinen Wiener Liedern gestoßen. "Mama geh bitte schau owa..."
Da kommen Heimatgefühle auf, und da dieser Begriff durch den BP-Kandidaten Van der Bellen wieder salonfähig geworden ist, traue ich ihn mir hier zu erwähnen, ohne verdächtigt zu werden. ;-)

neusiedlersee melden


Die Bezeichnung "Jazz Gitti" stammt von Fatty George. Dies bedeutet nicht, dass das Gesinge dieser Dame etwas mit Jazz zu tun hat. Fatty hat sich verm. geirrt. Dafür gäbe es auch andere Beispiele. Er kann in seiner bekannt gewesenen Freundlichkeit auch übertrieben haben.
Anzunehmen ist, dass es ertäglicher war, dass Fr. Butbul ihrem Hals Töne entließ und nicht Hr. Lugner. Beide: degoutant!

Oberon
Oberon melden

Die "Jazz-Gitti" hat in den 70er-Jahren im Lokal "Jazz bei Freddy" als Kellnerin gearbeitet und ein paar Jahre später den
„1. Wiener Jazz Heurigen" in der Probusgasse/19.Bez. eröffnet. Seit dieser Zeit hat sie den Spitznamen "Jazz-Gitti". Sie hat in ihrem Lokal aber auch selber gesungen....


Bei Lugner gab es nicht nur angeblich Billigbier sondern auch Billigwürsteln. Das zu seiner Ehre.
Gar so billig war das aber nicht. Denn wenn man sich erinnert, was ein paar Frankfurter vor der Einführung des Euro kosteten, mindert sich die Freude etwas.


Die Bezeichnung "Jazz Gitti" für Frau Butbul ist wohl noch gewagter als sich Richard Lugner als Bundespräsidenten vorzustellen.

Seite 1 von 1