Abschied von

So trauert Lugner
um Lotte Tobisch

Abschied - So trauert Lugner
um Lotte Tobisch © Bild: APA/Oczeret

Die traurige Meldung vom Tod von Lotte Tobisch hat Österreich am Wochenende hart getroffen. Vor allem als großartige Ball-Organisatorin ist sie den meisten von uns in Erinnerung geblieben und so ist es kaum verwunderlich, dass auch Baumeister Richard Lugner, Paradiesvogel des Opernballs, um sie trauert. Auf seine Art natürlich.

Der von Tobisch als "Wurschtel" bezeichnete Stammgast beim Opernball streute der Grande Dame zunächst Rosen: "Ich habe sie geschätzt und geliebt".

In einer SMS an die Redaktion präzisiert Lugner seine Gedanken an Lotte Tobisch: "Es gibt verschiedene Arten von Liebe. Sie hat immer nett von mir gesprochen. Ihre Meinung war, es gibt keine 4000 feinen Leute am Opernball und der Lugner war eine Bereicherung für den Ball." Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt.

Die beste Loge für Lugner

Der Hauptprotagonist des Balles seit den 1990ern gibt bei dieser Gelegenheit auch noch eine Anekdote zum Besten. So soll Lugner Tobisch einmal gefragt haben, welche Loge er denn auf dem Ball hätte. Sie sagte darauf: "Ja, Lugner, bisher haben sie keine bestellt, aber ich hab eine für sie reserviert." Die Konversation zeugt davon, dass die beiden sehr wohl wussten, was sie voneinander hatten.

Und es wäre nicht Herr Lugner, wenn es zum Schluss nicht noch ein wenig Kritik zum Drüberstreuen gäbe. Nicht zu Lotte Tobisch, denn sie habe ihm immer die besten Logen zugeschanzt. Aber jetzt werde er offenbar in einen schlechten Rang versetzt. "Es herrscht dort auch jetzt ein großes Gedränge, also war nicht der Lugner schuld", so der 87-Jährige, der erst vor kurzem seinen Geburtstag feierte. Nun denn, vielleicht klappt's ja beim nächsten Mal.