Lufthansa-Streik von

Weitere Einschränkungen

In Frankfurt, München und Berlin - aber "vergleichsweise gering"

Lufthansa-Streik - Weitere Einschränkungen

Lufthansa-Passagiere müssen sich nach den Streiks des Kabinenpersonals in Frankfurt, München und Berlin dem Unternehmen zufolge auch heute auf Einschränkungen im Flugverkehr gefasst machen. Bis zum Vormittag sei damit zu rechnen, allerdings dürften die Auswirkungen "vergleichsweise gering" sein, sagte ein Lufthansa-Sprecher in der Nacht.

Die Flugbegleiter hatten am Dienstag in Berlin und Frankfurt für je acht Stunden ihre Arbeit niedergelegt, in München streikten sie elf Stunden lang bis Mitternacht. Hunderte Flüge wurden gestrichen, mehr als 40.000 Passagiere waren betroffen. Auch Österreich-Strecken wurden gestrichen, die Lufthansa-Tochter AUA konnte durch größere Maschinen aber ein größeres Chaos abfangen. Laut der Website der deutschen Airline werden am Mittwoch keine Flüge von oder nach Österreich gestrichen.

Da sich in dem Tarifkonflikt keine Bewegung abzeichnet, rief die Gewerkschaft UFO für Freitag zum ersten Mal zu Streiks an allen Lufthansa-Flughäfen in Deutschland von 00.00 bis 24.00 Uhr auf. Die Kranich-Airline muss sich damit auf einen der größten Arbeitskämpfe in ihrer Geschichte gefasst machen.

Zum Streikauftakt am vergangenen Freitag hatten die Stewards und Stewardessen ihre Arbeit am Lufthansa-Drehkreuz in Frankfurt niedergelegt. Allein dieser erste Streiktag kostete die größte deutsche Fluggesellschaft Millionen. Eine genaue Summe nach den Ausständen am Dienstag lasse sich noch nicht nennen, sagte ein Sprecher.

Der Tarifstreit dauert bereits seit gut einem Jahr. Die Gewerkschaft kämpft für höhere Löhne und gegen die Auslagerung von Stellen. Nach Ansicht des Managements sind Einschnitte nötig, da die harte Konkurrenz der Lufthansa das Leben schwermache. Die Airline legte deshalb ein Milliarden-Sparprogramm auf und verlangt nun, dass auch die Bord-Servicekräfte einen Beitrag leisten. Während die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 15 Monaten fordert, hat die Lufthansa eine Erhöhung um 3,5 Prozent über drei Jahre angeboten. Bei der Fluglinie arbeiten 18.000 Menschen im Bordservice.

Kommentare