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400 Flüge wegen Streiks gestrichen

Auch in Österreich werden Ausfällen und Verspätungen wegen des Streiks erwartet

Lufthansa - 400 Flüge wegen Streiks gestrichen © Bild: Reuters

Im Kampf um höhere Löhne im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi Dienstagfrüh mit Warnstreiks den Betrieb auf deutschen Flughäfen erheblich gestört. In Frankfurt legte um 5.00 Uhr ein Teil des Bodenpersonals die Arbeit nieder. Zahlreiche Flüge sind ausgefallen. Auch in Österreich kam es in begrenztem Ausmaß zu Flugausfällen und Verzögerungen.

Auf Deutschlands größtem Airport in Frankfurt dürften rund ein Drittel täglich 1300 Starts und Landungen ausfallen, sagte eine Sprecherin der Betreibergesellschaft Fraport. Die Streiks sollten bis zum frühen Nachmittag anhalten und dürften Zehntausende Flugreisende treffen, die sich auch noch danach auf Ausfälle und Verspätungen einstellen müssen.

Neben Frankfurt werden auch noch viele andere Flughäfen wie München, Düsseldorf oder Köln-Bonn bestreikt. Am stärksten betroffen ist die Lufthansa, die 400 ihrer 1.800 Flüge streichen musste.

Ausfälle in Österreich
Auch im österreichischen Flugverkehr zu Verzögerungen und einige Ausfällen gekommen. Laut der Internetseite des Flughafens Wien fielen Dienstag Früh und am Vormittag auch mehrere Flüge der Lufthansa von Wien nach Frankfurt aus. Die Austrian Airlines (AUA) konnte jedoch alle sieben für die Dauer des Streiks vorgesehenen Flüge von und nach Deutschland durchführen, erklärte Airline-Sprecher Michael Braun gegenüber der APA. Es kam allerdings auf den Flügen nach Frankfurt und Berlin zu Verspätungen von bis zu einer Stunde.

Für die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen fordert die Gewerkschaft Verdi 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber haben über zwei Jahre verteilt und in zwei Stufen 3,3 Prozent und eine Einmalzahlung angeboten. Die deutschen Flughäfen sind zum großen Teilen im Besitz der öffentlichen Hand.