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Soldatenmord: Anklage

Die erste gerichtliche Anhörung der zwei Beschuldigten für Montag geplant

London - Soldatenmord: Anklage

Die britische Justiz hat am Samstag auch gegen den zweiten Tatverdächtigen im Mordfall Rigby Anklage erhoben. Der 28-jährige Michael Adebolajo wird wie auch sein mutmaßlicher Komplize, der 22-jährige Michael Adebowale, beschuldigt, Mitte Mai den Soldaten Lee Rigby auf offener Straße brutal ermordet zu haben. Die britische Regierung betrachtet die Tat als terroristischen Akt.

Die Anhörung der beiden Verdächtigen soll am Montag in zwei separaten Gerichten erfolgen. Neben dem Mord an Rigby, wird ihnen auch versuchter Mord an zwei Polizisten sowie illegaler Waffenbesitz zur Last gelegt. Beide waren bei einem Schusswechsel mit der Polizei am Tatort schwer verletzt worden und erst im Laufe dieser Woche aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Rechtsextreme demonstrierten in London

Rund eineinhalb Wochen nach dem brutalen Mord an einem britischen Soldaten auf offener Straße haben rund 150 Anhänger der rechtsextremen British National Party (BNP) am Samstag in London gegen den Islamismus demonstriert. 58 Teilnehmer einer linken Gegendemonstration wurden unterdessen verhaftet, weil sie sich den Anweisungen der Polizei widersetzten.

Die Rechtsextremen forderten auf Spruchbändern "Prediger des Hasses, raus!" Einer der Organisatoren, Adam Walker, warf der Regierung eine zu nachgiebige Haltung gegen radikale Islamisten vor. Die linken Gegendemonstranten waren zahlenmäßig klar in der Überzahl. "Wir überlassen der BNP nicht die Straße, denn wir wollen zeigen, dass sie wenige und wir viele sind, dass wir vereint sind gegen diese faschistische Bedrohung", sagte der Chef der Bewegung "Unite against Fascism" (UAF), Steve Hart, der Nachrichtenagentur AFP.

Ein Großaufgebot der Polizei hielt die beiden Demonstrationszüge in der Nähe des Parlaments voneinander getrennt. Für kurze Zeit stieg die Spannung zwischen den beiden Gruppierungen, als ein BNP-Mitglied mit blutiger Nase zu seiner Kundgebung dazustieß und behauptete, er sei von einem Vertreter der Gegendemo angegriffen worden. 58 UAF-Mitglieder hätten sich zudem geweigert, in dem ihnen zugewiesenen Bereich zu bleiben, weshalb sie festgenommen worden sein, teilte die Polizei mit.

Der 25-jährige Soldat Lee Rigby war am 22. Mai am helllichten Tag auf offener Straße in London regelrecht hingerichtet worden. Die beiden mutmaßlichen Täter sind nigerianischer Abstammung. Einer von ihnen hatte gesagt, er habe den Soldaten als Vergeltung für die Tötung von Muslimen ermordet.

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