Lokalcheck von

Genuss mit großem V

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Noch immer gibt es viele, die mit veganen Speisen nichts anfangen können. Ein Besuch im Venuss könnte das ändern.

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Freiwillig vegan essen gehen? Vehementes Kopfschütteln! Vegetarisches ist ja ganz okay, aber Veganes? Da hört sich offenbar der Spaß auf. Es ist immer wieder überraschend, welche Widerwehr das Wort „vegan“ immer noch auslösen kann. Deshalb ist es wohl auch recht clever, dass Tian-Besitzer Christian Halper den Begriff in seinem neuesten Lokal außen vor gelassen hat. Im Venuss findet man gerade noch den Hinweis „rein pflanzlich“ auf der Speisetafel, den Rest können sich die Gäste selbst zusammenreimen.

Venuss
© Susanne Jelinek

Auch clever: Auf klassische Fleischersatzware, mit der viele Nichtveganer (ich inklusive) nichts anfangen können, wird ebenfalls verzichtet. Statt Seitan und Sojaschnitzel wird hier schlicht und einfach auf herrliches Gemüse gesetzt. Perfekt zubereitet, variantenreich eingesetzt und im Buffetprinzip nach Lust und Laune zusammenstellbar.

Venuss
© Susanne Jelinek

Die kalte Speisenvitrine bietet so feine Kombis wie asiatisch marinierte Bohnen mit Koriander und Zitrusmarinade oder gebratene Kürbissorten mit Orangen, Thymian und Rosmarin. Absolute Empfehlung: das Tatar aus Pilzen und Roten Rüben ist bestechend gut umgesetzt und abgeschmeckt. Bei den warmen Speisen geht es dann auch gern deftiger zu, etwa beim cremigen Kürbis mit Erdäpfelknöderln oder der knusprigen Pastinakenlasagne (alle Speisen ab 5 Euro).

Venuss
© Susanne Jelinek

Besondere Leistung: Obwohl das Venuss im Vapiano-Prinzip funktioniert (man bekommt beim Eingang eine Karte, auf die alles gebucht wird, und zahlt beim Rausgehen), fühlt man sich dank zuvorkommend agierendem Personal nicht wie bei einem Systemgastronomen. Gelungene Sache!

Venuss
Herrengasse 6–8
1010 Wien
Montag bis Samstag
10–18.30 Uhr
venuss.com