Lokalcheck von

Buntes für den kleinen Hunger

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Die Macher des Mama Liu & Sons setzen in ihrem neuen Lokal The Birdyard auf Speisen im Mini- und Wandmalereien im Maxiformat.

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Das Mama Liu & Sons auf der Wiener Gumpendorfer Straße ist beliebter und etablierter Anlaufplatz für Fans von Dumplings und Hot Pots. Der Laden rennt – also Zeit für eine neue Challenge für die Besitzer, das Brüderpaar Feng und Yong Liu. Statt einen asiatischen Ableger zu machen, was wohl eine sichere Bank gewesen wäre, eröffneten die beiden ein konzeptionell eigenständiges Lokal mit französisch-internationalem Fokus.

The Birdyard
© Susanne Jelinek

Teigtascherln und Suppen sind auf der sehr schlanken und sich leicht kryptisch gebenden Karte im The Birdyard dementsprechend nicht zu finden. Stattdessen können wir Speisen im Miniformat ordern, die Chef de Cuisine Henri Diagne auf schicken Tellerchen und Schüsselchen anrichtet und die auf dem Tisch gern geteilt werden dürfen.

The Birdyard
© Susanne Jelinek

Etwa Schweinebauch mit Kimchi (6,90 Euro), Beef Tatar mit Kren-Eis (7,20 Euro) oder gefüllte Arancini (5,20 Euro). Nicht alles schmeckt dabei so spektakulär wie es aussieht und klingt. Die Lammbällchen mit Paradeiserwasser (6,20•Euro) würde ich aber sofort wieder bestellen.

The Birdyard
© Susanne Jelinek

Ansatzweise satt wird man übrigens frühestens ab dem dritten Teller, weshalb ich das The Birdyard eher für Drinks und Häppchen als für ausufernde Dinnerverabredungen empfehlen würde. Wobei hier aktuell noch eine kleine Ungereimtheit problematisch ist – im Barbereich wird nur Barfood wie Chicken Wings und nicht die normale Karte serviert. Schade, weil doch gerade die Bar die wahre Stärke des Lokals ist: wunderbar farbenfrohe Wandmalereien des rumänischen Künstlers Saddo, die man im eher kühl anmutenden Restaurantbereich leider vergeblich sucht.

The Birdyard
Lange Gasse 74
1080 Wien
Küche 11.30 bis 22 Uhr
Bar 18 bis 2 Uhr
Montag Ruhetag
thebirdyard.at
01/402 46 24