Lokalaugenschein: Rettung aus der Tierhölle

Lokalaugenschein: Rettung aus der Tierhölle

Tausende Hunde & Katzen werden jährlich in ungarischen Tierlagern getötet. NEWS half vor Ort. Wie die Hunde nach Österreich kamen.

Als Herr Brandner aus Wien vor zwei Wochen aufgeregt in der NEWS-Redaktion anrief, konnten wir seinen Erzählungen vorerst kaum glauben: Wie viele Ostösterreicher besitzt er im Umland der ungarischen Stadt Sopron ein Feriendomizil. Doch nun, wo er entdecken musste, welch schreckliche Szenen sich regelmäßig ganz in der Nähe seines Anwesens abspielen, denke er bereits über einen Verkauf nach …

Fürchterliche Barackenlager soll es dort geben, in denen Tiere, hauptsächlich Hunde, in uralte Käfige gesperrt, nicht gefüttert und nach wenigen Tagen getötet werden. Mit einer Salzlösung, die ihnen unter quälenden Schmerzen in den Unterleib injiziert wird. Oder die „Insassen“ werden einfach erschlagen – wenn es schnell gehen muss.

Der Tierschutz endet am Grenzposten. Unsere Recherchen haben ergeben: Was der NEWS-Informant berichtete, entspricht der Wahrheit. Denn auch die österreichische Tierschutzorganisation Animal Life, die seit vielen Jahren für einen artgerechten Umgang mit Vierbeinern in Ungarn kämpft, weiß über die furchtbaren Zustände in den dortigen Tötungsdeponien Bescheid. „Obwohl Ungarn an sich ein modernes EU-Land ist, gibt es dort keine Tierliebe, wie wir sie kennen,“ so Animal-Life-Gründerin Dolores Ozimic, „anstelle von Tierschutzheimen finanzieren Staat und Gemeinden lieber Hundefänger, die entlaufene Haustiere aufgreifen und in die sogenannten Entsorgungslager bringen. Wenn sich kein Besitzer meldet, werden die Hunde dann nach spätestens 14 Tagen barbarisch umgebracht. Und soviel ich weiß, hat sich bis dato kaum ein Besitzer rechtzeitig gemeldet …“

Dass dieses Schicksal sogar Waldis und Bellos aus Österreich drohen kann, beweisen wiederum Dolores Ozimics Erfahrungen: „Gerade Tiere, die im Grenzland zuhause sind, sind natürlich gefährdet. Wir haben in den Deponien schon oft Hunde mit österreichischer Halsmarke gefunden und wieder zurück zu ihren Besitzern gebracht. Die hatten davor ja nicht damit gerechnet, dass ihr Liebling in einem ungarischen Sterbekäfig dahinvegetiert.“

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