Fakten von

Gehälter: Zuwächse liegen
über der Inflationsrate

Lohnabschlüsse: Im Schnitt gab es dieses Mal um 1,4 Prozent mehr Lohn und Gehalt

Ein Haufen Euro-Münzen © Bild: Istockphoto.com/SusanneB

Die aktuellen Lohnabschlüsse in der Frühjahrs-Kollektivvertragsrunde liegen deutlich über der Teuerungsrate von aktuell 0,5 Prozent. Die Asphaltierer bekommen um 1,4 Prozent mehr, für die Flughafenbeschäftigten gibt es um 1,5 Prozent mehr, geht aus dem aktuellen KV-Newsletter des ÖGB hervor.

Die Mitarbeiter in Kärntner Gutsbetrieben dürfen sich über 1,39 Prozent mehr am Gehaltskonto freuen, für das Schuhmachergewerbe gibt es um 1,3 Prozent mehr. In der Schuhindustrie erhöhten sich die Kollektivlöhne um 1,4 Prozent, in der Glasindustrie um 1,45 Prozent. In der Lederwaren- und Kofferindustrie steigen die kollektivvertraglichen Mindestlöhne um 1,35 Prozent.

In der großen Gruppe der Elektro- und Elektronikindustrie dürfen sich die Mitarbeiter über 1,4 Prozent mehr Lohn und Gehalt freuen.

EZB: Teuerungsrate von knapp 2 Prozent angestrebt

Die Europäische Zentralbank (EZB) blickt unterdessen optimistischer auf die Wirtschaft und setzt dabei auf die Wirkung ihrer Geldschwemme. Unter den Währungshütern herrscht breite Übereinstimmung, dass es beim Blick auf die Konjunktur Grund für vorsichtigen Optimismus gibt, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Protokollen der Zinssitzung vom April hervorgeht.

Die Wirtschaftsleistung hatte in der Eurozone im ersten Quartal um 0,5 Prozent zugelegt. Die EZB-Führungsmitglieder sind sich einig, dass der Fokus nun auf der Umsetzung der beschlossenen geldpolitischen Maßnahmen liegen sollte.

Die Währungshüter hatten ab April ihre monatlichen Wertpapierkäufe um 20 Milliarden auf rund 80 Mrd. Euro aufgestockt und wollen demnächst auch Firmenanleihen erwerben, um der Wirtschaft einen Extra-Schub zu verleihen. Sie wollen so dafür sorgen, dass die Anleihezinsen sinken. Unternehmen können sich dann günstiger finanzieren, was der Wirtschaft zugutekommen soll. Auch die Inflation soll mit der Geldflut der EZB angeheizt werden. Denn die Notenbank strebt eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent an, die als optimal für die Wirtschaft gilt. Dieses Ziel ist jedoch weit weg: Im April sind die Verbraucherpreise in der Eurozone um 0,2 Prozent gefallen.

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