Lösbare Aufgaben für ÖTV-Starter: Melzer - Mahut, Marach vs. Wang, Peya vs. Labadse

Bammer bekam schwierigstes Los: Gegen Dechy PLUS: Roger Federer in Wimbledon wieder Maßstab

Lösbare Erstrunden-Aufgaben hat Österreichs Tennis-Quartett bei den All England Tennis-Championships in Wimbledon zugelost bekommen. Jürgen Melzer trifft heute auf Nicolas Mahut (FRA), Oliver Marach (ebenfalls heute) auf Wang Yeu-Tzuoo aus Taipeh und Alexander Peya (morgen) im Duell zweier Qualifikanten auf Irakli Labadse (GEO). Das schwierigste Los hat Sybille Bammer, die einzige Österreicherin im Damenbewerb, erwischt: Sie bekommt es voraussichtlich ebenfalls morgen mit der als Nummer 22 gesetzten Nathalie Dechy (FRA) zu tun.

Melzer hat bisher erst einmal gegen Mahut gespielt und auf Rasen gewonnen: 2004 siegte er in der zweiten Runde in Newport glatt 6:3,6:1. Marach ist hingegen noch nie auf Wang Yeu-Tzuoo aus Taipeh getroffen, hat aber gegen die Nummer 95 der Welt durchaus Chancen. Gleiches gilt für Peya, der erstmals auf den Georgier Labadse trifft. Peya klopft als Nummer 205 an die Top-200, Labadse liegt als 166. aber nicht weit vor ihm. Beide haben mit je drei Siegen in der Qualifikation bewiesen, dass sie in guter Rasenform sind.

Peya spielt übrigens zum vierten Mal im Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers und zum zweiten Mal in Wimbledon. Ein Sieg über Labadse würde nicht den ersten Einzug in die zweite Wimbledon-Runde bedeuten, denn dies ist ihm auch vor zwei Jahren schon gelungen. Nach einem Sieg über Jeff Salzenstein war er in Runde zwei an dessen wesentlich bekannterem US-Landsmann Andy Roddick gescheitert.

Am schwersten hat es freilich "Mama Bammer" erwischt. Die Oberösterreicherin, die zuletzt mit Platz 42 ihr bisher bestes Ranking erreicht hat, trifft auf die als Nummer 22 gesetzte Französin Nathalie Dechy gegen die sie noch nie gespielt hat. Im Vorjahr war Bammer noch in der zweiten Quali-Runde gescheitert, heuer steht sie erstmals überhaupt im Hauptbewerb des Traditionsturniers. In vier vorangegangenen Versuchen war Österreichs Nummer eins immer in der Quali gescheitert.

Aus internationaler Sicht hat Topfavorit Roger Federer, der seinen 4. Wimbledon-Titel en suite anstrebt, ein sehr schwieriges Los erwischt: In Runde eins trifft er auf Richard Gasquet und im Falle eines Sieges voraussichtlich auf den in London immer besonders motivierten Briten Tim Henman, der zuvor noch Robin Söderling (SWE) ausschalten muss. French-Open-Sieger Rafael Nadal (ESP) spielt gegen den Briten Alex Bogdanovic.
(apa/red)