Loeb macht Jagd auf Hirvonen: Akropolis-
Klassiker zur WM-Halbzeit heiß und ruppig

Fahrer erwarten härtesten Griechenland-Lauf Aigner: "Mit der Brechstange geht gar nichts"

Loeb macht Jagd auf Hirvonen: Akropolis-
Klassiker zur WM-Halbzeit heiß und ruppig © Bild: Reuters

Die vielleicht härteste Akropolis-Rallye aller Zeiten steht den WM-Fahrern in Griechenland bevor. Der finnische WM-Führende Mikko Hirvonen erwartet zwar nicht so eine Hitze wie zuletzt in Jordanien, die Strecke werde aber sicher ruppiger sein: "Durch die vielen losen Steine auf dem harten Felsuntergrund hat die Rallye nicht umsonst den Ruf eines 'Autobrechers'." Als Zweitplatzierter in der P-WRC-Wertung reist der Steirer Andreas Aigner mit dem Red Bull Rallye Team nach Griechenland: "Wir kommen mit sehr viel Zuversicht."

"Wenn Andreas so clever agiert wie zuletzt, ist wieder alles möglich", ist Aigners Teamchef Raimund Baumschlager überzeugt. Angesichts der steinigen Bergpfade und der großen Hitze im Cockpit bei der Akropolis-Rallye werde allerdings nicht nur das Können, sondern auch das Glück ausschlaggebend sein. "Dazu kommt noch, dass die neuen Reifen eine weit härtere Flanke besitzen und somit noch weniger dämpfen", so Baumschlager. "Dadurch wird das Material noch stärker gefordert." Dessen ist sich Aigner, der einen Mitsubishi EVO IX lenkt, bewusst: "Mit der Brechstange geht gar nichts."

Loeb drei Punkte hinter Hirvonen
Das gilt auch für den Vorjahres-Zweiten Sebastien Loeb. Der Franzose im von Red Bull gesponserten Citroen-Werksteam liegt in der Gesamtwertung drei Punkte hinter Hirvonen und macht Jagd auf den Finnen: "Ich mag diese Rallye, auch wenn dir einige Prüfungen fast das Genick brechen können." Nach zwei Dritteln des Laufs werde die Strecke ziemlich kompliziert, weil man in den Spuren der vorigen Piloten fahren müsse und sich in den Rillen viele Steine ansammeln. "Darum ist es für Griechenland am wichtigsten, ein stabiles und verlässliches Auto zu haben."

Die diesjährige Akropolis-Rallye, der siebente von 15 WM-Läufen, umfasst 20 Sonderprüfungen mit insgesamt 339,94 SP-Kilometern, Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius werden den Piloten ordentlich zusetzen. Der Servicepark wird heuer erstmals auf dem Militärflughafen von Tatoi rund 20 Kilometer nördlich von Athen beheimatet sein, ebenfalls neu wird die Eröffnungszeremonie am Donnerstagabend auf der Akropolis sein. Das Rennen startet am Freitag im Norden und Westen Athens. Ford wird mit seinen Fahrern Hirvonen und Jari-Matti Jatvala auch versuchen, die Führung in der Konstrukteurswertung auszubauen.

(apa/red)