Lochte legte Rogan eine WM-Goldmedaille vor: US-Amerikaner siegte über 400 m Lagen

Wahnsinn: Schon wieder zwei Goldene für Australien Russin Iwanenko verapsste knapp den Weltrekord

Der US-Amerikaner Ryan Lochte geht über 200 m Lagen als Weltmeister in das erste Kurzbahn-WM-Duell mit Markus Rogan. Der 22-Jährige wurde über 400 m Lagen seiner Favoritenrolle gerecht und siegte mit dem WM-Rekord von 4:02,49 Minuten. Es war der erste Titel für die nicht in Bestbesetzung in die chinesische Metropole gereiste US-Truppe bei diesen Titelkämpfen.

Die Australier halten dafür schon bei deren vier, am zweiten Wettkampftag schlug neben Matt Welsh über 100 m Rücken auch Jade Edmistone im Brust-Sprint der Damen zu. In 30,22 Sekunden fehlten ihr 32/100 auf ihren Weltrekord. Die Deutsche Janine Pietsch bescherte dem vierköpfigen deutschen Team den ersten Titel bei dieser 8. WM-Auflage, sie unterbot über 100 m Rücken ihren am Vortag fixierten WM-Rekord in 58,02 Sekunden um 29/100.

Im Gleichschritt mit Pietsch war Oleg Lisogor über 100 m Brust unterwegs. Auch er verbesserte als Semifinal-Schnellster seinen WM-Rekord vom Vortag, und zwar um 18/100 auf 58,14 Sekunden. Die dritte Damen-Goldmedaille des Tages ging an Anastasia Iwanenko. Die Russin bot über 800 m Kraul eine ausgezeichnete Vorstellung, verfehlte mit dem WM-Rekord von 8:11,99 Minuten den Weltrekord der Französin Laure Manaudou nur um 74/100.

Doch überraschend gab es über 100 m Delfin der Herren einen Sieg des Brasilianers Kaio Almeida, seine Siegerzeit von 51,07 Sekunden liegt allerdings exakt zwei Sekunden über dem Weltrekord des US-Amerikaners Ian Crocker. Schließlich bestätigten sich Italiens Herren als Kraul-Macht, gewannen nach der Konkurrenz über 4x100 m Kraul auch über die doppelte Distanz. In 6:59,08 Minuten markierte das Quartett WM-Rekord und blieb 5,08 Sekunden vor Australien.

Im Medaillenspiegel baute Australien den Vorsprung aus, an Medaillen gemessen sind die drittplatzierten US-Amerikaner mit achtmal Edemetall gleich. Auf Rang zwei liegen die starken Italiener. Das Gastgeberland China ist unter 14 klassierten Nationen Vierter, Österreich stieg auf Position 10 ein. (apa/red)