Lobmeyr-Hof von

Hausbesetzer "hinaus begleitet"

Protest gegen Sanierung: Polizei räumt Gemeindebau in Wien-Ottakring

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Die Polizei hat am Donnerstag eine mehrtägige Hausbesetzung in Wien-Ottakring aufgelöst. Rund fünf Tage lang belagerten etwa 40 Aktivisten den Lobmeyr-Hof in der Roseggergasse 1-7. Sie protestierten gegen eine Generalsanierung. Die Räumung verlief nach Angaben der Polizei und dem Eigentümer, der Stadt Wien, friedlich. Zehn bis 15 Personen kletterten zuvor auf das Hausdach, um sich dem Einsatz zu entziehen.

Festnahmen gab es keine, sagte Polizeisprecherin Camellia Anssari. Ein Großaufgebot von Polizei und WEGA durchsuchten die rund 160 Wohnungen, die sich auf 15 Stiegen in dem Vierkanthof verteilen.

Der Lobmeyr-Hof ist ein 110 Jahre alter Gemeindebau im Besitz der Stadt Wien-Wiener Wohnen. In den vergangenen Monaten wurden allen Mietern alternative Wohnungsangebote unterbreitet, mit dem Recht auf Rückkehr nach der Sanierung, wie Hanno Csisinko, der Sprecher von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (S), gegenüber der APA betonte. Lediglich mit zwei Mietern konnte bis dato keine endgültige Lösung gefunden werden. Eine weitere Frau will im August ausziehen.

Der Lobmeyr-Hof soll bis Ende 2014 saniert werden. Auch dann gilt er als Gemeindebau, die Wohnungsvergabe erfolgt unverändert nach den Kriterien von Wiener Wohnen, hieß es.