Verkehr liegt lahm

Straßenblockaden und Demos: Auch österreichische Frächter sind betroffen.

Straßenblockaden, Demonstrationen und Verkehrsbehinderungen: Italiens Lastwagenfahrer setzen den vierten Tag in Folge ihren Protest fort, der im Land für erhebliche Probleme bei der Lieferung von Lebensmitteln und Treibstoff sorgt. Von Mailand bis Kalabrien blockierten Frächter wichtige Knotenpunkte auf dem Autobahnnetz mit ihren Fahrzeugen. Die Fernfahrer protestieren gegen hohe Benzinpreise, steigende Mautgebühren und Versicherungsprämien. Sie verlangen hierzu Maßnahmen zur Unterstützung des Transportwesens. Die Demonstranten wollen ihren Protest weiter fortsetzen. Der Lkw-Streik in Italien trifft auch österreichische Firmen hart.

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Lkw-Streik in Italien - Verkehr liegt lahm

Zwei Lkw-Fahrer eines Obst- und Gemüseimporteurs aus Laxenburg wurden in der süditalienischen Stadt Salerno von Lkw-Fahrern angegriffen und verletzt, weil sie sich nicht der Sperre angeschlossen hatten. "Die Situation ist für unsere Leute teilweise lebensgefährlich", berichtete der Obstimporteur, der anonym bleiben wollte, im Gespräch mit der APA. Laut seinem Bericht hätten weitere österreichische Lebensmittelunternehmen Probleme mit den Lieferungen aus Italien.

Lieferverspätungen bei Billa
Aufgrund der Blockade italienischer Autobahnen sah sich auch die Supermarktkette Billa Italien zum Teil mit Lieferverspätungen konfrontiert. "Die regelmäßige Versorgung unserer Filialen können wir aber dennoch, mit Hilfe diverser Maßnahmen rund um den Transport der Waren, sicherstellen", sagte Unternehmenssprecherin Corinna Tinkler.

Premier Monti macht Druck
Italiens Premier Mario Monti macht Druck auf die streikenden Fernfahrer für eine Räumung der Straßenblockaden. Der Premier traf am Mittwoch eine Delegation sizilianischer Fernfahrer, die ihm die Gründe ihres Protests darlegten. "Wir haben von Monti Maßnahmen zur Unterstützung des Straßentransports verlangt, unter anderem Steuerentlastungen für Treibstoff", sagte der Präsident der Region Sizilien, Raffaele Lombardo, der die Fernfahrer-Delegation beim Treffen begleitete. Industrieminister Corrado Passera sprach sich für eine Senkung der Mautgebühren für Frächter aus.

Fiat muss Arbeit einstellen
Bei Fiat musste die Arbeit eingestellt werden, weil der Nachschub an Lieferungen ausgefallen war. Das Fiat-Werk in Cassino kam den zweiten Tag in Folge wegen Problemen bei der Komponentenlieferung zum Erliegen. 3.900 Arbeitnehmer mussten zu Hause bleiben. Der Betrieb an den Fährhäfen wurde lahmgelegt. Die demonstrierenden Frächter blockierten den Zugang zum Hafen Genua. "Der Protest ist inakzeptabel. Der Schaden für den Hafen und die Wirtschaft ist enorm. Die Auswirkungen werden noch tagelang spürbar sein", protestierte der Präsident der Hafenbehörde Genuas, Luigi Merlo.

Schäden in Millionenhöhe
Der Landwirtschaftsverband Coldiretti klagte über Schäden in Millionenhöhe. Wegen Engpässen bei der Zustellung von Lebensmitteln standen die Regale vieler Supermärkte in Italien leer. Auf über 100 Mio. Euro bezifferte Coldiretti die Schäden mit verderblichen Lebensmitteln, die nicht geliefert werden konnten. In Rom wurde ein Rückgang von 80 Prozent bei den Lieferungen von Obst und Gemüse in Geschäften und Supermärkten gemeldet. Einige Tankstellen mussten sperren, weil ihnen der Treibstoff nicht zugestellt werden konnte.

Kommentare

Die..... ...machen halt ernst in italien,lassen sich nicht alles gefallen,nicht so wie bei uns,wo lauter lamars....ige Gewerkschaftler am ruder sitzen.

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