Living in Argentina: Südamerikanische Opulenz aus Altem und Neuem BUCHTIPP

Argentinier lieben Farbtupfer & prachtvolle Textilien Buch verschafft Einblicke in ungewöhnliche Interieurs

Südamerikas einstiges kosmopolitsches Aushängeschild findet erst nach und nach wieder zu altem Glanz zurück - auch dank moderner Architektur. In der Gestaltung von Interieurs zeigen die Argentinier ein gutes Gespür beim Zusammenstellen von Altem und Neuem und verstehen es, mit Farbtupfern und prachtvollen Textilien zu spielen.

Die Argentinier hatten schon immer eine starke Verbundenheit zu Europa und sehen sich selbst daher auch als die europäischsten Einwohner Südamerikas. Was sie erschaffen – ob Design, Kino, Literatur, Musik oder Kunst –, genießt international einen hohen Stellenwert. Quelle der Inspiration sind dabei oftmals die wunderschönen Landschaften ihrer Heimat. Immer wieder sieht man Steinwände, die teilweise mit natürlich gefärbtem Lehm verputzt sind, Farben, die mit ockerfarbenen oder roten Pigmenten versetzt sind, wunderschöne Stoffe und unbehandeltes Holz.

Der gebürtige Argentinier Ricardo Labougle verschafft in desem Bildband Einblicke in ungewöhnliche Interieurs: Häuser, Apartments, Ranchos, Estancias, Polo Lodges und manch anderes Domizil – darunter ein prachtvolles, hundertjähriges Opernhaus, in dem bereits Maria Callas sang, das Zuhause von Francis Mallmann, dem bekanntesten Starkoch des Landes, das Museo Xul Solar, der ein enger Freund des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges war und das Apartment von Juan Gatti, dem Grafikdesigner von Pedro Almodóvar.