Litwinenko von russischem Geheimdienst verfolgt? Posthum Interview ausgestrahlt

Litwinenko: Methoden des KGB seien "terroristisch" Angeblich mit Ermordung des Sohnes gedroht

In einem posthum ausgestrahlten Interview hat der ehemalige russische Spion Alexander Litwinenko dem Geheimdienst vorgeworfen, ihn verfolgt zu haben. Die Methoden des russischen Geheimdienstes seien "terroristisch", sagte Litwinenko in einem vom britischen Nachrichtensender ITV News ausgestrahlten Gespräch mit einem italienischem Ermittler im Februar 2006.

"Zunächst wollten sie mich ins Gefängnis werfen. Dann drohten sie mit der Ermordung meines sechsjährigen Sohnes. Ein Freund von mir und seine Frau wurden im Eingang ihres Hauses erschossen."

Verbindung zwischen Prodi und KGB?
Seither sei seine Verfolgung verstärkt worden, ihm sei sogar eine Bombe durchs Fenster in die Wohnung geschleudert worden. In dem Interview berichtet Litwinenko auch, dass der ermordete Freund ihm erzählt habe, dass der italienische Ministerpräsident Romano Prodi Verbindungen zum KGB gehabt habe.

Anfang November vergiftet
Litwinenko war Anfang November mit dem radioaktiven Stoff Polonium-210 vergiftet worden und drei Wochen später in einem Londoner Krankenhaus gestorben. Der Kreml-Kritiker hatte den russischen Präsidenten Wladimir Putin für seine Vergiftung verantwortlich gemacht.

(apa/red)