Literaturnobelpreis von

Murakami großer Favorit

Japanischer Literat laut Quoten wieder unangefochtene Nummer eins

Haruki Murakami © Bild: APA/EPA/Bedmar

Geht es nach den internationalen Wettern, steht der Gewinner des heurigen Literaturnobelpreises bereits fest: Der Japaner Haruki Murakami liegt mit einer Quote von nur 2 zu 1 beim britischen Wettanbieter Ladbrokes unangefochten an Platz 1 der Favoritenliste. Er verweist damit vor der Bekanntgabe des heurigen Preisträgers seinen chinesischen Kollegen Mo Yan und Ungarns Literaturdoyen Peter Nadas auf die Plätze. Für beide beträgt die Quote bereits 8 zu 1.

Mit William Trevor aus Irland und dem Poppoeten Bob Dylan aus den USA finden sich zwei angelsächsische Künstler mit einer Quote von 10 zu 1 auf den Plätzen 4 respektive 5. Ebenfalls ex aequo liegen Cees Nooteboom aus den Niederlanden, Thomas Pynchon aus den USA und der Kenianer Ngugi wa Thiong'o - allerdings mit einer Quote von 12 zu 1 bereits deutlich hinter Murakami liegend.

Roth und McCarthy nicht mehr am Stockerl

Die seit vielen Jahren stets als Favoriten gehandelten US-Autoren Philip Roth und Cormac McCarthy sowie der israelische Schriftsteller Amos Oz werden heuer mit einer Quote von 16 zu 1 ebenso nicht mehr auf dem Stockerlplatz gelistet wie Joyce Carol Oates. Wer sein Geld auf die Amerikanerin setzt und die Akademie in Stockholm entscheidet entsprechend, der kann sich über eine Quote von 33 zu 1 freuen. Wer mutig ist und auf Peter Handke als österreichische Preishoffnung setzt, der könnte sich bei Erfolg über eine Quote von 100 zu 1 freuen.

Auch letztes Jahr laut Quoten voran

Wie aussagekräftig die Wetten derzeit sind, muss sich noch erweisen. Tatsächlich lagen Murakami und Dylan auch im Vorjahr lange bei Ladbrokes vorn. Erst kurz vor der Bekanntgabe schnellten dann die Einsätze für den schwedischen Lyriker und späteren Preisträger Tomas Tranströmer nach oben.

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