Finanzprobleme von

Lionel Messi vor Gericht

Der Barcelona-Star wurde in seiner Steueraffäre zweieinhalb Stunden lang befragt

Lionel Messi am Weg zu einem Gerichtstermin in Barcelona © Bild: imago sportfotodienst/Miguelez Sports

Lionel Messi steht seit heute vor Gericht. Der Star des FC Barcelona musste zu einer Vernehmung im Zuge seiner Steueraffäre erscheinen und wurde zweieinhalb Stunden lang verhört. Die zuständige Ermittlungsrichterin hatte den Profi des FC Barcelona und dessen Vater Jorge Horacio Messi vorgeladen. Der Weltfußballer betrat das Gerichtsgebäude in Gava bei Barcelona mit einem Lächeln. Mehrere Fans jubelten dem Argentinier vor dem Eingang zum Gericht zu

Die Befragung erfolgte hinter verschlossenen Türen. Messis Vater Jorge wurde ebenfalls befragt und musste etwa zwei Stunden lang Auskunft erteilen. Lionel Messi verließ das Gerichtsgebäude danach schweigend, aber mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen. Vor den Kameras streckte er in einer gelassenen Geste seinen Daumen in die Höhe.

Messis Anwalt Cristobal Martell sagte, bei der Anhörung sei deutlich geworden, dass hinter den Steuervorgängen nur "geringe betrügerische Absicht" stecke. Vielmehr habe sich der "große Wille" seines Mandanten gezeigt, "die Angelegenheit mit der Steuerbehörde zu regeln, anstatt einen verbissenen Kampf mit dem Staat vom Zaun zu brechen". Martell strich heraus, dass die Messi-Familie seit Beginn der Ermittlungen "Transparenz, Klarheit und Kooperationsbereitschaft" demonstriert habe.

Den Argentiniern wird zur Last gelegt, in den Jahren 2007, 2008 und 2009 dem Finanzamt 4,1 Millionen Euro an Steuern schuldig geblieben zu sein. Der Vater Jorge Horacio Messi hat seinen Sohn in der Affäre entlastet und betont, dass der Barca-Profi sich nie um Steuerdinge gekümmert habe.

Haftstrafe ist unwahrscheinlich
Allgemein wird nicht damit gerechnet, dass Messi in Haft muss. Zwar können die ihm zur Last gelegten Delikte grundsätzlich mit einer Haftstrafe geahndet werden. Doch hatten er und sein Vater Anfang September rund fünf Millionen Euro an den spanischen Fiskus nachgezahlt - den laut Behörden ausstehenden Betrag plus Zinsen. Dies dürfte sich bei einer Verurteilung deutlich strafmindernd auswirken.

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