Spanien von

Lionel Messi erneut verletzt

Oberschenkelprellung im Supercup-Hinspiel - Neymar rettet Katalanen ein Remis

Lionel Messi © Bild: Getty/Moreno

Spielt der FC Barcelona ohne Lionel Messi derzeit gar besser als mit seinem Superstar? Das Hinspiel um den spanischen Fußball-Supercup bei Atletico Madrid hat erneut die brisante Frage nach Messis Fitness aufgeworfen. Erst nachdem der Weltfußballer in der Pause wegen Muskelbeschwerden ausgewechselt worden war, kam der Meister besser ins Spiel. Neuzugang Neymar erzielte per Kopf seinen ersten Pflichtspieltreffer für die Katalanen und verhalf dem Champion zu einem 1:1-Remis.

"Neymar rettet Barca aus dem Schlamassel", titelte die Zeitung "El Periodico" am Donnerstag. Nationalstürmer David Villa, den die Katalanen für lediglich fünf Millionen Euro an Atletico abgegeben hatten, brachte die Madrilenen mit einem Volleyschuss in Führung (12.). Messi und Co. hatten Pressing und Kampfgeist des Cupsiegers in lange Zeit wenig entgegenzusetzen. Bis zur Pause spielte Barca nicht eine einzige echte Torchance heraus.

Messi nicht in guter Verfassung

Messi trat praktisch nicht in Erscheinung. Der Argentinier saß in der zweiten Hälfte auf der Ersatzbank und kaute nervös an den Fingernägeln. "Er hatte nach einer Prellung Muskelbeschwerden", beruhigte sein Club. Die Auswechslung sei eine "Vorsichtsmaßnahme" gewesen. Messi scheint aber nicht in bester Verfassung zu sein. Bereits vergangene Woche hatte der Superstar über Muskelprobleme im Oberschenkel geklagt.

Neymar erzielte sieben Minuten nach seiner Einwechselung den Ausgleich (66.). Trainer Gerardo Martino hatte den brasilianischen Jungstar ebenso wie am Sonntag beim Ligastart gegen Levante (7:0), den neuen Club von Andreas Ivanschitz, vorerst auf die Bank gesetzt. "Ich bin glücklich, dass ich dem Team in einem schweren Moment geholfen habe", erklärte der 57-Millionen-Euro-Jungstar bescheiden. "Das 1:1 ist ein gutes Resultat für das Rückspiel." Seine Vorstellung auch eine Empfehlung für einen Platz in der Startformation.

Auf Geheiß der Europäischen Fußball-Union (UEFA) war die Partie zu einem mitternächtlichen Spektakel geworden. Sie wurde erst um 23.00 Uhr angepfiffen, weil sie sich mit den Qualifikationsspielen für die Champions League zeitlich nicht überschneiden durfte. "Atletico war der Sieger, solange noch Mittwoch war", witzelte die Zeitung "El Pais". "Als es Donnerstag wurde, hatten die Madrilenen keinen Sprit mehr im Tank." Auch das Rückspiel kommende Woche in Barcelona beginnt erst um 23.00 Uhr.

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