Linzer Siegesserie gegen Austria zu Ende: LASK verliert zu Hause gegen die Amateure

Schwäne fliegen wieder: 3:2-Erfolg gegen Parndorf PLUS: Alle Ergebnisse und Tabelle der Ersten Liga!

Tabellenführer LASK Linz hat in der 28. Runde der Red Zac Erste Fußball-Liga einen Dämpfer hinnehmen müssen. Ohne den gesperrten Goalgetter Vastic verloren die Oberösterreicher das Heimspiel gegen Austria Amateure überraschend 0:2 (0:0) und kassierten damit die vierte Niederlage vor eigenem Publikum in der laufenden Saison. Damit hat der LASK nur noch acht Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Schwanenstadt, der einen 3:2-Sieg in Parndorf feierte und damit den Burgenländern die erste Niederlage nach sechs Runden zufügte.

Der Tabellendritte DSV Leoben fertigte im Lokalderby den FC Gratkorn 3:0 (3:0) ab, mit demselben Endergebnis schickte SC Austria Lustenau die Admira nach Hause und verbesserte sich damit auf Rang vier. Die Niederösterreicher, die nun schon seit zwölf Runden sieglos sind, rutschten hingegen ans Tabellenende ab, weil der TSV Hartberg einen 3:1-(1:1)-Heimsieg über FC Lustenau schaffte und nun Elfter ist. Der FC Kärnten verbuchte nach sechs Runden ohne vollen Erfolg einen 2:0-(2:0)-Heimsieg über den SV Kapfenberg, der damit erstmals nach fünf Runden punktlos blieb und auf Rang zehn (wieder in die Abstiegszone) abrutschte.

LASK beendet Siegesserie gegen Austria
Nach drei Siegen in Folge gegen die Austria-Amateure in der Red Zac-Ersten Liga musste sich der LASK trotz Heimvorteil den Wienern 0:2 geschlagen geben. Schragner gelang mit einem platzierten Flachschuss aus halblinker Position in die lange Ecke das 1:0 (73.), dem Kablar in der 88. mit einem sehenswerten Eigentor nach Flanke von Simkovic das 0:2 folgen ließ.

Damit stießen die Violetten auf den neunten Rang (Nicht-Abstiegs-Platz) vor. Der Vorsprung des LASK auf den ersten Verfolger, Schwanenstadt, der in Parndorf 3:2 erfolgreich blieb, schmolz hingegen auf acht Punkte. Fünf Runden sind noch zu spielen.

Bei der fünften Saison-Niederlage (vier davon in Linz) fehlte den Hausherren allerdings ihr bester Torschütze und Vorlagengeber. Die Wiener schafften ihren dritten Auswärtssieg und machten die 2:4-Heim-Schlappe vom Dienstag gegen Parndorf wett.

Die Gastgeber, bei denen Laschet und Ehmann schon in der Anfangsphase verletzt ausfielen, hatten einige gute Möglichkeiten. Durch Klein (17./knapp daneben) und Hota (22./allein vor Kuru gescheitert) vor der Pause, durch Konrad nachher (57./66.). Da spielten sie mit rot-schwarzen Dressen, denn die schwarz-weißen vor der Pause waren den violett-weißen der Wiener zu ähnlich. Allerdings waren sie auch mit den "Koalitionsfarben" nicht erfolgreicher.

Ein Lattenschuss von Okotie (37.) war das Beste, das die Austria in der ersten Hälfte bot, erwähnenswert noch ein guter Schuss von Netzer nach der Pause.

Schwäne fliegen wieder
Mit dem 3:2 in Parndorf, mit dem die Oberösterreicher die Erfolgsserie des Aufsteigers (sechs Spiele in Folge ungeschlagen) beendeten, rückten sie in der Tabelle dem LASK auf acht Punkte nahe. Bis zum 2:1 für die Gäste war die Partie offen, dann setzte sich der Tabellenzweite nicht zuletzt auch durch den Ausschluss von Stern (78.) entscheidend durch.

Das 1:0 fiel in der 30. Minute, als Rözsavöglyi nach einem Corner Lang zu Boden stieß und Bradaric den dafür verhängten Elfer bombensicher verwertete. Bereits zwei Minuten später glich Hartl nach Vorarbeit von Ice Cream aus kurzer Distanz aus.

Nach einem Freistoß von Hirsch kam der Ball über Umwegen zu Milojevic, der aus 18 Metern zum 2:1 für die Gäste traf (64.). Milojevic leistete dann in der 81. mit einer präzisen Vorlage für Ice Cream die Vorarbeit zum 3:1. Kurtisi hatte in der 83. Minute mit einem Stangenschuss noch Pech, traf aber dann in der 93. mit einem sehenswerten Freistoß zum 2:3. Am achten Auswärtssieg der "Schwäne" und gleichzeitig vierten vollen Erfolg en suite änderte das Tor aber nichts mehr.

FC Kärnten feiert nächsten Triumph
Nach fünf sieglosen Spielen hat der FC Kärnten vor den Augen des zukünftigen Trainers Walter Schachner wieder einen Triumph gefeiert. Dank eines Doppelschlags vor der Pause setzte sich der Tabellensiebente gegen Abstiegskandidat Kapfenberg 2:0 durch. Damit sind die Steirer nun ihrerseits schon seit fünf Matches en suite ohne vollen Erfolg und in der Tabelle nur noch Zehnter.

Besonders sehenswert war der erste Treffer durch Guido Burgstaller, der sein erstes Tor für die Kärntner erzielte: Nach Vorarbeit von Wolf und Kopfball-Zuspiel von König ließ der Stürmer Kapfenberg-Tormann Böcskör keine Chance (43.). Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch zehn Spieler bei den Gästen auf dem Platz, da Osoinik wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte gesehen hatte. Unmittelbar vor dem Wechsel war dann König nach Maßflanke von Wolf mit dem Kopf zur Stelle und erhöhte auf 2:0 (45.+2).

Der Heimsieg der Kärntner ging in Ordnung, da sie durch Burgstaller, Schellander und auch Zuleta auch noch insgesamt drei Aluminium-Treffer verzeichneten. Auf der Gegenseite ließ Wieger in Minute 80 die beste Chance aus, der Kapfenberg-Stürmer scheiterte gleich vier Mal en suite aus kürzester Distanz an sich in sein "Dauerfeuer" stellende bzw. werfende Kärntner.

Leoben gibt sich keine Blöße
Der DSV Leoben hat sich in der Red Zac Erste Liga gegen den Lokalrivalen FC Gratkorn keine Blöße gegeben und einen klaren 3:0-Heimsieg gefeiert. Die Begegnung der 28. Runde war bereits nach 18 Minuten durch drei Tore der Donawitzer entschieden. Für Gratkorn setzte es die vierte Niederlage in Folge, die Leobener blieben auch im siebenten Spiel en suite ungeschlagen und sind weiterhin Dritter.

Die Hausherren erwischten einen Traumstart. Trainer-Sohn Marko Stankovic traf in der dritten Minute mit einem abgefälschten Distanzschuss aus 20 Metern zur Führung. Arno Kozelsky (10./18.) legte mit einem Doppelpack nach. Zuerst verwertete der Leoben-Stümer ein Rasswalder-Zuspiel aus elf Metern, acht Minuten darauf schloss er einen mustergültigen Angriff nach Flanke von Schicker aus kurzer Distanz zum 3:0 ab. Für Kozelsky waren es die Saisontreffer 14 und 15.

Die Gratkorner hatten dem Spiel der Heim-Mannschaft auch in Hälfte zwei wenig entgegenzusetzen und waren mit dem 3:0 noch gut bedient. In den bisherigen zwei Saisonduellen mit den Gratkornern war der Stankovic-Elf noch kein Treffer gelungen. Gratkorn rutschte durch die erneute Niederlage auf Tabellenrang sechs ab.

Admira verliert schon wieder
Der VFB Admira Wacker Mödling ist zum zwölften Mal in Serie ohne Sieg geblieben und damit dem Abstieg wieder einen großen Schritt näher gerückt. Die Elf von Trainer Ernst Baumeister verlor im Reichshofstadion beim SC Austria Lustenau nach einer "regionalligareifen" Vorstellung völlig verdient mit 0:3 (0:1). Als Draufgabe gab es die "rote Laterne", da sich Abstiegskonkurrent Hartberg, nach einem 3:1-Heimsieg gegen den FC Lustenau, vom Tabellenende entfernte.

Austria Lustenau verbesserte sich hingegen mit dem ersten Erfolg nach zuletzt vier sieglosen Spielen auf den vierten Tabellenplatz. Die Vorarlberger hatten die Partie von Beginn an im Griff und gingen schon in der sechsten Minute nach einer umstrittenen Szene in Führung. Dürr spielte einen Freistoß zu Patrick Seeger ab, obwohl der Ball noch gerollt war, worauf der 20-jährige Offensivspieler die gesamte Admira-Abwehr schwindlig spielte und zum 1:0 traf.

Baumeister versuchte seine extrem harmlose Mannschaft zur Pause mit einem Dreifachtausch wach zu rütteln, was jedoch seine Wirkung verfehlte. Die Lustenauer Austria war weiter spielbestimmend und Seeger sorgte mit seinem zweiten Treffer (58.) nach einer Scherrer-Flanke für die Vorentscheidung. Danach gaben sich die Niederösterreicher der Niederlage hin: Lustenaus Rajic lief allen auf und davon und zog vom 16er unhaltbar für Goalie Marco Knaller zum 3:0-Endstand ab. Für die Vorarlberger war es erst der zweite Sieg im Frühjahr. Damit entschied Peter Pöllhuber das Zwillingsduell mit seinem Bruder Alexander für sich.

Hartberg holt drei Punkte ab
Hartberg holte nach fünf sieglosen Spielen mit dem 3:1-Heimsieg über den FC Lustenau, der nun seinerseits fünf Matches en suite ohne vollen Erfolg ist, wichtige drei Punkte und gab damit die Rote Laterne in der Red Zac Erste Liga an die Admira ab. Die Vorarlberger rutschten auf Platz fünf zurück und liegen damit seit langer Zeit wieder hinter dem Stadtrivalen SC Austria Lustenau, der die Admira 3:0 abfertigte.

Chkhetiani brachte die Hausherren nach einem weiten Ausschuss von Tormann Feuerfeil und Idealpass des Brasilianers Marcelo da Silva verdient in Führung (9.). Eine Unachtsamkeit der Hartberger Hintermannschaft führte zum Ausgleich der Lustenauer unmittelbar vor der Pause, Trailovic traf aus gut 20 Metern genau ins kurze Eck (45.+1). Nach dem Wechsel ließ Engleder zunächst zwei Hunderprozentige aus, doch in der 54. Minute war er nach einer Ziervogel-Freistoßflanke mit dem Kopf zur Stelle. Für die endgültige Entscheidung sorgte Marcelo da Silva (84.).

(apa/red)