Linz für Ried weiterhin kein gutes Pflaster:
Negative Auswärtsserie wurde prolongiert

Trotz 2:1-Heimsieges kein makelloser Sieg für LASK Angeschlagener Vastic fehlte an allen Ecken & Enden

Linz für Ried weiterhin kein gutes Pflaster:
Negative Auswärtsserie wurde prolongiert © Bild: APA/Rubra

Der LASK bleibt für die SV Ried auswärts ein rotes Tuch. Auch im letzten Spiel vermochten die Innviertler ihre Schwäche in der Fremde nicht abzulegen, sie sind auf der Gugl in der Bundesliga auch nach dem 15. Gastspiel ohne Sieg. Die Linzer wiederum katapultierten sich dank eines Mayrleb-Doppelpacks (66./Elfmeter, 91.) zu einem 2:1-Heimsieg.

Für den LASK könnte sich der vierte Saisonerfolg aber noch als Pyrrhussieg erweisen. Abwehrchef Michael Baur humpelte nach 30 Minuten vom Platz. "Ich habe einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen. Normal spiele ich dann weiter, aber es ist einfach nicht mehr gegangen. Ich glaube, es ist eine Muskelverhärtung", sagte der 39-Jährige, der sein ganzes Vertrauen nun in die Masseure setzt: "Wenn das gut bearbeitet wird, dann werden wir das hinkriegen."

Baur blieb nach dem Spiel weniger seine verletzungsbedingte Auswechslung als der Siegestreffer in der 91. Minute im Gedächtnis: "Das zweite Tor vom Moarlie (Anm.: Christian Mayrleb) war Weltklasse." Tatsächlich unterstrich Mayrleb mit seinem 168. Bundesligatreffer, dass er trotz seiner 36 Jahre nichts von seiner Torgefahr eingebüßt hat. Mit viel Gefühl und der nötigen Portion Kaltschnäuzigkeit lupfte der LASK-Goalgetter den Ball in Bedrängnis zur 2:1-Erlösung für die Linzer ins Netz.

Vastic fehlte an allen Ecken und Enden
Damit fand die Serie später LASK-Treffer gegen Ried ihre Fortsetzung. Schon im Februar hatte Wendel beim 1:0-Heimsieg erst in der 88. Minute das Goldtor erzielt. Ivica Vastic glich beim 1:1 im April im Innviertel erst in der 84. Minute aus. Nun drückte der LASK-Spielmacher aber mit Ehefrau und Tochter wegen einer Prellung des Oberkiefers nur von der Tribüne aus die Daumen.

Und Vastic fehlte an allen Ecken und Enden. Die Linzer fanden ohne die zündenden Ideen ihres Routiniers nur selten ein erfolgreiches Mittel gegen die Innviertler, die ein engagiertes Spiel ablieferten, die Räume eng und damit den Hausherren das Leben schwer machten. Am Ende fehlte den Riedern aber die nötige Portion Glück, um die Heimreise ohne die dritte Auswärtsniederlage gegen den LASK in Serie anzutreten.

Ried weiterhin in Linz ohne Sieg
Denn Ausflüge in die oberösterreichische Landeshauptstadt waren für die SV Ried auch in der Vergangenheit nicht von Erfolg gekrönt. Noch nie wurde ein Bundesliga-Spiel gegen den LASK in Linz gewonnen. Sechs magere Punkte haben die Innviertler in 15 Spielen aus Linz entführt, neunmal setzte es Niederlagen. In der Bundesliga-Gesamtbilanz hat der LASK aber nur knapp die Nase vorne (11 Siege/9 Remis/9 Niederlagen).

Die eklatante Auswärtsschwäche bereitet den Riedern auch abseits von OÖ-Derbys Kopfzerbrechen. Seit 16 Spielen (14 Niederlagen) bzw. 2. September 2007 (1:0 in Innsbruck) sind die Innviertler in der Fremde sieglos. "Unsere Auswärtsbilanz ist natürlich eine Katastrophe", gestand auch Oliver Glasner.

Wie sein Trainer verweist auch der Innenverteidiger auf gute Leistungen bei den drei Auswärtsniederlagen in der laufenden Saison. Im Fußball-Geschäft zählen aber Punkte: "Wir müssen schauen, dass wir nicht nur schön sterben", weiß auch Coach Paul Gludovatz und kündigte an: "Wir sind sicher eine gute Kundschaft auf den Auswärtsplätzen. Das wird sich aber ändern."

LASK - SV Josko Ried Endstand 2:1 (0:0)
Linzer Stadion, 8.500, SR Louis Hofmann

Torfolge: 1:0 (66.) Mayrleb (Foulelfmeter)
1:1 (82.) Stocklasa
2:1 (91.) Mayrleb

LASK: Cavlina - Gansterer, Baur (31. Kablar), Hoheneder, Wisio - Klein (63. Hamdemir), Panis, Salmutter, Saurer - Mijatovic (84. Piermayr), Mayrleb

Ried: Gebauer - Brenner, Glasner, Stocklasa, Ulmer - Lexa (70. Nacho Rodriguez), Toth (60. Drechsel), Strak (79. Hofer), B. Kovacevic, Kujabi - Salihi

Gelbe Karten: Baur, Panis bzw. Toth, Stocklasa, Kovacevic,
Drechsel, Kujabi