Linz von Einberufung gar nicht überrascht:
Keine Zweifel dank guter Leistung bei Braga

Braga-Stürmer nach vier Spielen Pause wieder dabei "Habe es immer mit einem Schmunzeln genommen"

Im Oktober 2007 war Österreichs Fußball-Teamstürmer Roland Linz bei ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger in Ungnade gefallen, gegen Deutschland ist der Portugal-Legionär wieder mit von der Partie. Für den 26-Jährigen, der sich mit beständigen Erfolgsmeldungen von der iberischen Halbinsel für nationale Weihen empfahl, keine große Überraschung.

"Für mich war das klar", meinte Linz, der angesichts der herben Kritik, die ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, aber auch Hickersberger im vergangenen Oktober an seinem Auftreten in Spiel und Training geübt hatten, keine Genugtuung verspüren will. "Ich habe für den Club in der Meisterschaft und im UEFA-Cup zahlreiche Tore erzielt. Von da her habe ich nicht daran gezweifelt."

In Portugals erster Liga netzte der Steirer in 17 Spielen (78 Minuten durchschnittliche Einsatzzeit) neunmal ein, auf internationalem Parkett trat er bereits fünfmal als Torschütze in Erscheinung und liegt damit nur hinter dem Spitzentrio Luca Toni, Henrik Larsson, Razak Omotoyossi (je 6). Noch ist Braga zudem im Bewerb, trifft in der Runde der letzten 32 auf Werder Bremen.

"Für mich ist die Angelegenheit vorbei, ich hatte damit nie ein großes Problem und habe es immer mit einem Schmunzeln genommen", versicherte Linz, der erst mit der zweiten "Tranche" der ÖFB-Kicker am Samstag ins Wiener Team-Camp einrückte, weil er am Freitag noch ein Meisterschaftsspiel bei Estrela Amadora in der Lissabonner Vorstadt Amadora bestritt (1:1). "Ich war immer davon überzeugt, dass ich mich korrekt verhalten habe."

"Eine Partie wie jede andere"
Daran, dass er ausgerechnet im Spiel gegen Deutschland wieder in die Reihen der Hickersberger-Elf zurückkehrt, findet Linz nichts Besonderes. "Eine Partie wie jede andere", konstatierte er trocken. "Ich gehe immer mit der Einstellung ins Spiel, gewinnen zu wollen. Ich spiele ja mit Braga auch gegen Champions-League-Mannschaften."

Die Rückkehr von Emanuel Pogatetz ins Team begrüßt Linz ausdrücklich: "Ich finde es gut, dass er wieder dabei ist, er ist sicher eine Bereicherung für die Mannschaft, hat eine Siegermentalität." Dass das Kollektiv durch die Re-Integration Schaden nehmen könnte, hält er für "lächerlich". "Wenn wir jetzt schon so anfangen, werden wir sicher große Probleme haben."
(apa/red)

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