Bilanz von

Lindt & Sprüngli mit Bremsspuren in Nordamerika

Umsatz und Gewinn stiegen zwar, blieben aber unter Erwartungen

Nordamerika bremst Lindt & Sprüngli: Im traditionell schlechteren ersten Halbjahr hat der Schokoladenhersteller zwar Umsatz und Gewinn gesteigert, blieb damit aber unter den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.

Lindt & Sprüngli spricht in einer Mitteilung von Dienstag von "unverändert äußerst schwierigen Rahmenbedingungen für die gesamte Industrie im ersten Halbjahr".

Doch der Schokoladenhersteller hat 76,3 Mio. Franken verdient, 5,7 mehr als in der Vorjahresperiode. Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 6,7 Prozent auf 105,0 Mio. Franken (95,28 Mio. Euro). Beim Umsatz legte Lindt & Sprüngli um 3,1 Prozent auf 1,5 Mrd. Franken zu. Das entspricht einem organischen Wachstum von 3,6 Prozent.

Analysten, die die Finanznachrichtenagentur AWP befragt hatte, waren zwar von soliden Wachstumszahlen ausgegangen. Konkret hatten sie aber einen Umsatz von 1,6 Mrd. Franken erwartet, einen EBIT von 109,7 Mio. Franken und einen Reingewinn von 78 Mio. Franken. Damit blieb Lindt & Sprüngli unter den durchschnittlichen Erwartungen.

Neben stagnierenden bis nur leicht wachsenden Schokoladenmärkten, verhaltener Konsumentenstimmung und Veränderungen in der Handelslandschaft führte Lindt & Sprüngli zudem ins Feld, dass die Neuausrichtung der amerikanischen Russell Stover länger dauere als bisher angenommen. Ohne Berücksichtigung von Russell Stover sei denn auch ein Wachstum von 6,6 Prozent im ersten Halbjahr verzeichnet worden, wie es in der Mitteilung heißt.

Ausgesprochen gut lief es für den Schokoladenhersteller in den europäischen Märkten, inklusive der Schweiz und in den sogenannten Aufbaumärkten Brasilien, China, Japan und Südafrika .

Für das traditionell stärkere zweite Halbjahr erwartet Lindt & Sprüngli zwar eine Beschleunigung des Umsatzwachstums. Aufgrund der Entwicklung in Nordamerika werde das Umsatzwachstum für das Gesamtjahr jedoch unter dem des Vorjahres ausfallen.

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