Ungesunde Ernährung von

Light macht depressiv

Zusammenhang zwischen künstlich gesüßten Drinks und Depression

Frau mit einem Becher Cola sitzt im Kino © Bild: Corbis

Machen Light-Getränke depressiv? US-Wissenschafter der National Institutes of Health fanden heraus, dass Depressionen bei jenen Menschen vermehrt auftreten, die häufiger künstlich gesüßte Getränke zu sich nehmen.

Das Team um Honglei Chen wertete die Daten von über 250.000 Personen aus. Dabei zeigte sich, dass das Depressionsrisiko jener Teilnehmer, die täglich vier Dosen oder Gläser künstlich gesüßter Limonade oder Säfte tranken, um rund ein Drittel höher war. Kaffee hingegen scheint das Risiko zu reduzieren. Menschen, die vier Tassen pro Tag, verfügten während der zehn Jahre lang laufenden Studie über ein um zehn Prozent geringeres Depressionsrisiko als jene, die gar keinen Kaffee tranken. Die Studienergebnisse legen nahe, dass der Verzicht auf Light-Getränken dazu beiträgt, das Depressionsrisiko zu senken. Die Ursache für diesen Zusammenhang wurde allerdings nicht untersucht.

Süßungsmittel unbedenklich

Laut Gaynor Bussell von der British Dietetic Association könnten dem gefundenen Zusammenhang aber auch andere Faktoren zugrunde liegen. An der Erhebung nahmen Personen teil, die zwischen den 1950er und 1980er Jahren in Amerika lebten. Es ist fraglich, ob sich die Ergebnisse auch auf die Bevölkerung anderer Länder übertragen lassen. Die Sicherheit von Süßungsmitteln wie Aspartam sei umfangreich getestet worden und die auf dem Markt befindlichen Produkte verfügten über ausgezeichnete Beurteilungen.

Ursache unklar

Dass ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Light-Drinks und dem Depressionsrisiko besteht, bedeutet nicht automatisch, dass Erstere die Ursache für die Depressionen sind. "Menschen, die an Depressionen leiden, könnten meinen, dass sie durch diese Getränke verursacht worden sind. Dadurch sind sie möglicherweise bei der Auskunft über den wirklichen Konsum befangen. Diese Getränke werden in Amerika noch mehr verteufelt als in Großbritannien. Dass jemand Light-Getränke konsumiert, könnte auch ein Hinweis auf Fettsucht oder Diabetes sein, die wiederum Depressionen hervorrufen können."

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