Lifting für einen Krebspatienten

Markus R. Leeb über unnötige Belastungen Kommentar: Was ist Ihre MEINUNG zu dem Thema?

Lifting für einen Krebspatienten © Bild: NEWS

Die Diskussion um die neue Bankensteuer, die ab 2011 genau 500 Millionen Euro zum Budget beitragen soll, hat mich bislang sehr amüsiert. Zugegeben: Sie wäre eher ein Grund für Ärger oder Verzweiflung, aber ich pflege nunmal eher Sarkasmus als Fatalismus. Und nur diese Reaktionen halte ich für angebracht, wenn mir erklärt wird, ich als Bankkunde werde nichts davon spüren.

Nein, die Gesetze der Betriebswirtschaft – Einnahmen minus Ausgaben ergeben einen Gewinn oder Verlust – sind bei Banken außer Kraft. Vermutlich, weil die ja das Geld eh im Tresor haben. Noch dazu erscheint diese Bankensteuer im Licht der aktuellen Rechnungshof-Kritik am Budgetentwurf als völlig falsche Maßnahme. Denn, so befindet Österreichs wichtigste Kontrollinstanz: Große Reformen fehlen. Das sogenannte „Sparbudget“ verschiebt die Probleme des Staatshaushaltes nur und vergrößert sie dadurch sogar zum Teil.

Gestatten Sie mir den drastischen Vergleich: Unsere Staatsfinanzen leiden an Krebs. Geschwüre zeigen sich in Form von Überverwaltung, Länderfinanzen, Gesundheitswesen und Pensionssystem. Aber statt einer Operation bevorzugt man ein Lifting mit Bankensteuer & Co. Ich finde, hier liegen arge Kunstfehler vor.

Markus R. Leeb

leeb.markus@news.at

Kommentare

Auch mit Behandlung erklärt Stellen wir und mal vor da hat ein Patient sehr niederen Bluddruck, wir behandeln mit einem Medikament zur Steigerung des Bluddrucks. Nach einiger Zeit hat er 300/130 extremen Überdruck.

Wenn man jetzt noch weiter mit einem Medikament zur Steigerung des Blutdrucks behandelt wird dies ein lethaler Behandlungsfehler
http://politik.pege.org/2010-china/premiere.pdf

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