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Leben mit HIV und AIDS

Weltweit leben 35,3 Millionen Menschen mit dem HI-Virus - Weniger Neuinfektionen

HIV/Aids © Bild: APA/EPA/NIC BOTHMA

Weltweit leben so viele Menschen wie noch nie mit dem HI-Virus (35,3 Millionen). Ursache dieses Anstieges der HIV-positiven Weltbevölkerung über die vergangenen Jahre ist laut Aids Hilfe Wien der Erfolg der HIV-Therapie und der daraus resultierenden gesteigerten Lebenserwartung betroffener Personen.

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Rückläufig ist hingegen die globale Rate der Neuinfektionen. 2012 waren es 2,3 Millionen Neuinfektionen, darunter 260.000 Kinder. Auch die Zahl der in Folge einer HIV-Infektion verstorbenen Menschen sinkt dank der weltweiten Maßnahmen. Hier waren es 2012 mit 1,6 Millionen Todesfällen etwa um 700.000 weniger als 2005, zitiert die Aidshilfe Zahlen von UNAIDS.

Die Schätzungen für HIV-erkrankte Personen in Österreich schwanken zwischen 7.000 bis 15.000. Die exakte Zahl kann aufgrund der hohen Dunkelziffer nicht erhoben werden.

Späte Diagnose

Nach wie vor erhalten 20 bis 25 Prozent der HIV-positiven Personen in Österreich ihre Diagnose erst zu einem Zeitpunkt, an dem die Infektion bereits weit fortgeschritten ist. Diese späte Diagnose wirkt sich signifikant nachteilig auf die persönliche Situation, den Therapieerfolg und die Langzeitprognose der betroffenen Menschen aus.

Neuinfektionen

Im Jahr 2013 wurden in Österreich 481 HIV-positive Testergebnisse registriert und somit erstmals etwas weniger als in den Vorjahren. Davon entfielen mit 263 HIV-positiven Testergebnissen 54,7 Prozent der Neudiagnosen auf Wien. Laut Statistik des Bundesministeriums für Gesundheit, wurden seit Beginn der Aufzeichnungen bis Ende 2012 in Österreich 3.792 Aids-Erkrankungen diagnostiziert. Von den Betroffenen sind bis zu diesem Zeitpunkt bereits 1.986 verstorben.

Auch im Jahr 2014 werden Menschen mit HIV/Aids im Alltag nach wie vor ausgegrenzt. Sie sind oft mit Vorurteilen konfrontiert und verschweigen daher aus Scham ihre Infektion. Im Kampf gegen Diskriminierung hat die Aids Hilfe Wien vor einem Jahr eine bundesweite Anlaufstelle für Diskriminierung eingerichtet, wo bundesweite Fälle gemeldet werden können. 2013 sind bereits 26 Meldungen eingegangen. Alle Meldungen werden dokumentiert und kategorisiert, um auch auf struktureller bzw. politischer Ebene entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

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