Life Ball von

Feuriges Spektakel

Flammenmeer am Wiener Rathaus - viel Prominenz und viel nackte Haut

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    Arabella Kiesbauer mit der Style-Police

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    Arabella Kiesbauer mit der Style-Police

Mit einem wahren Feuerwerk ist der 20. Life Ball in Wien eröffnet worden. Das in Rot gehüllte Rathaus war Schauplatz einer spektakulären Show zum diesjährigen Motto "Feuer". Als Stargäste kamen Ex-US-Präsident Bill Clinton, die Schauspieler Topmodel Naomi Campell, sowie Sean Penn.

Mit der Fanfare und dem Einzug 100 Debütantenpaaren mit insgesamt 600 Leuchten an Händen und Köpfen - repräsentativ für die 600 Aids-Toten in Österreich im ersten Life-Ball-Jahr - wurde das Fest 2012 eingeleitet. Zum ersten Mal zogen die Debütanten zur bekannten Ball-Polonaise von Chopin in A-Dur unter Anleitung von Thomas Schäfer-Elmayer ein. Nicht wie traditionell gewohnt als Orchesterversion, sondern im Original als Klavierstück. Dazu wurden 20 schwarze Flügel entlang des Magenta Carpets platziert, die von Pianisten gespielt wurden, als die Stargäste einzogen.

Fest zum Nachdenken
Die "Jedermann"-Schauspieler Ben Becker und Nicholas Ofczarek übernahmen die Moderation des Abends. Bürgermeister Häupl erinnerte in seiner Rede, dass der Life Ball ein "so ambivalentes Fest" sei und regte zum Nachdenken an: "Nur Spaß ist dieses Fest nicht." Life Ball-Organisator Gery Keszler argumentierte , wie "Tod und Tanzen" zusammen gehen sollen: "Aids greift die Seele an." Und deswegen müsse man gemeinsam "diesen Tod bekämpfen", durch tanzen, lachen und ausgelassen sein.

"Crystal of Hope"
Auch heuer wieder wurde der "Crystal of Hope" überreicht - dieses Mal von Banderas und Campell. Der Preis ehrt ein Sozialprojekt und ist vom Tiroler Unternehmen Swarovski mit 100.000 Euro dotiert. In diesem Jahr ging der Preis an Jackie Branfield, Gründerin des Projekt "Operation Bobbi Bear", das sich um vergewaltigte und mit HIV-infizierte Kinder in der südafrikanischen Provinz Kwa-Zulu Natal kümmert.

Kampf gegen AIDS
Die von Ex-US-Präsident Clinton ins Leben gerufene Organisation Clinton Health Access Initiative (CHAI) will sich der Problematik der Mutter-Kind-Übertragung annehmen. Sein Projekt zielt darauf ab, die Anzahl der HIV-Neuinfektionen von Babys in Uganda und Sambia bis 2015 so weit wie möglich zu reduzieren. "Ihr solltet wirklich stolz sein auf 20 Jahre Life Ball", erklärte Clinton in seiner Ansprache.

Einzigartiges Event
Eine sichtlich aufgeregte Milla Jovovich - sie kam in ihrer Funktion als Repräsentantin der American Foundation for Aids Research (amfAR) nach Wien - unterstrich die Wichtigkeit des Kampfes gegen HIV und Aids: Die meisten Menschen auf der Welt hätten nicht einen so guten Zugang zur medizinischen Versorgung wie in Westeuropa. Zudem gab es viel Lob den Life Ball: "Das ist eines der großartigsten und einzigartigsten Events überhaupt."