Liebes-Annonce entzückt ganz Finnland:
Geschätsmann sucht schöne Unbekannte

20.000 Euro ließ sich verliebter Mann Suche kosten Blonde Frau in einem Luxus-Restaurant getroffen

Liebes-Annonce entzückt ganz Finnland:
Geschätsmann sucht schöne Unbekannte

Die 20.000 Euro teure Suchanzeige eines rettungslos verliebten Mannes versetzt Finnland in Entzücken und verschafft Detektiven Arbeit: Seit ein Unbekannter Anfang der Woche in der landesweit größten Zeitung "Helsingin Sanomat" per ganzseitigem Inserat nach der "unvergleichlich schönen Blonden im schwarzen Kostüm, weißer Bluse und Hochhackigen" suchte, fiebern die Nordeuropäer täglich Enthüllungen entgegen. Wer verbirgt sich hinter der großformatigen Liebeserklärung an eine Unbekannte? Und ob der liebeskranke Mann seinen Wunsch erfüllt bekommt.

Eine einzige Begegnung habe es im Luxus-Restaurant "Mecca" in Helsinki gegeben, hieß es in der Anzeige, und die Unbekannte möge sich doch bitte bei der Mail-Adresse "lostyouinhelsinki@gmail.com" ("verloreninhelsinki...") melden. Erst glaubten die meisten Leser an den Start einer mehr oder weniger raffinierten Reklame-Kampagne, deren Urheber sich irgendwann später in einer weiteren Annonce mit ihren wirklichen Verkaufsabsichten outen würden. Manche glaubten vielleicht auch an einen verfrühten Aprilscherz.

Russischer Geschäftsmann sucht große Liebe
Doch die seriöse "Helsingin Sanomat" beteuerte, dass man es mit einer anonymen Privatperson zu tun habe. Der Mann habe überdies auch den Interviewwunsch der Zeitung selbst freundlich, aber bestimmt abgelehnt. Er wolle anonym bleiben. Das aber erwies sich in Zeiten des Internets als frommer Wunsch. Amateur- und Profi-Detektive fanden in zwei Tagen die Lösung: Hinter der Anzeige steht ein äußerst wohlhabender russischer Geschäftsmann aus der Elektronikbranche.

Sein Name wurde dem finnischen Medienpublikum vorenthalten, sonst aber wenig: 42 Jahre alt sei der verliebte Anzeigenaufgeber, er sehe "sehr gut" aus und kleide sich geschmackvoll, hieß es weiter. In anderen Zusammenhängen hatte er in einem Interview erklärt, dass er "zur Entspannung" gerne nach Helsinki komme und hier das Nachtleben schätze.

Schöne Unbekanne im Restaurant getroffen
Zur Begegnung mit der blonden Frau aus dem Restaurant gibt es aber weiter nur Schweigen. Die Medien in Helsinki konnten ihrem Publikum nichts über den Posteingang bei "lostyouinhelsinki@gmail.com" berichten. Etliches davon hätte sicher für Heiterkeit sorgen können. Und ein Mail hätte vielleicht die alles entscheidende Frage beantwortet, ob die Angebetete sich gemeldet hat. Diese Antwort kennt bisher jedoch nur einer. (apa/red)