Lieber in den Urlaub als gegen Österreich:
Philipp Lahm beklagt Länderspieltermine

Termin "sehr unglücklich" für deutsche Nationalspieler Drei Wochen nach Liga-Ende kein Pflichtspiel am Plan<br>Andreas Herzog übernimmt U19-Team interimistisch

Lieber in den Urlaub als gegen Österreich:
Philipp Lahm beklagt Länderspieltermine © Bild: Reuters/Domanski

Kapitän Philipp Lahm hat die Terminisierung der EM-Qualifikationsspiele nach dem Saisonende der deutschen Bundesliga als "sehr unglücklich" für die Nationalspieler beklagt. "Nach dem letzten Spieltag am Wochenende steht drei Wochen kein Pflichtspiel mehr für uns an", monierte der Abwehrspieler des FC Bayern München im Bayerischen Fernsehen: "Und das ist natürlich sehr unglücklich."

Die deutsche Nationalmannschaft spielt in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 am 3. Juni in Wien gegen Österreich sowie vier Tage später in Baku gegen Aserbaidschan. "Das heißt, so in einem Monat kann ich in Urlaub fliegen", bemerkte Lahm zum verspäteten Ferienbeginn für die DFB-Auswahlkicker nach der Rückkehr aus Aserbaidschan am 8. Juni. Diese Problematik betrifft aber auch die ÖFB-Kicker, die vier Tage nach dem Deutschland-Match in Graz ein Freundschaftsspiel gegen Lettland bestreiten.

Auch der deutsche Teamchef Joachim Löw ist sich der Situation bewusst. Deswegen hatte der DFB für den 29. Mai noch ein Testspiel in Sinsheim gegen Uruguay vereinbart, um den Nationalspielern Spielpraxis vor den beiden Quali-Partien zu verschaffen.

Ballack fehlt weiter
Löw wird seinen Kader, in dem der nominelle Kapitän Michael Ballack wohl erneut fehlen wird, dafür aber der momentan verletzte Real-Kicker Sami Khedira aufscheinen könnte, am Donnerstag berufen. Die Mannschaft kommt am 26. Mai in Frankfurt am Main zur Vorbereitung zusammen.

Die DFB-Auswahl geht nach der makellosen Bilanz von bisher fünf Siegen als klarer Tabellenführer in die Partien gegen Österreich (7) und Aserbaidschan (3). Bei optimalem Verlauf der Juni-Partien könnten Lahm und Co. schon vorzeitig das EM-Ticket lösen.

Herzog springt ein
Andreas Herzog und Hermann Stadler übernehmen interimistisch das österreichische U19-Nationalteam, dessen ursprünglicher Betreuer Ernst Weber Anfang April verstarb. Das Duo holte für das Testspiel am 18. Mai in Aalen gegen Deutschland vier Legionäre - darunter Toni Vastic von Blackburn - und mit Christian Gartner (Mattersburg) auch einen Kicker mit Bundesliga-Erfahrung in den 18-köpfigen Kader.

Wer die U19-Auswahl in der ersten EM-Qualifikationsphase vom 5. bis 10. Oktober gegen Malta, Albanien und Dänemark betreuen wird, ist noch offen.

(apa/red)