Liebe Leserin, Lieber Leser! Ins Land eini- schaun. Zuhören & dann was gemeinsam tun

Atha Athanasiadis, NEWS-Chefredakteur PLUS: Wie ist Ihre Meinung zu den Landeschefs?

Liebe Leserin, Lieber Leser! Ins Land eini- schaun. Zuhören & dann was gemeinsam tun © Bild: news.at/NEWS/Herrgott

Unsere Landeshauptleute. Sie motzen & stänkern. Aber man sollte sie ernst und in die Pflicht nehmen. Gegen die Krise.

Die wichtigste Erkenntnis im Leben einer Führungskraft? Den Moment zu erkennen, in dem man beginnt, die Bodenhaftung zu verlieren. Wenn man plötzlich glaubt, dass die Welt, in der man lebt, die ist, die wirklich wichtig ist. Wenn man beginnt, das zu glauben, was die Trabanten flüstern, die einen umkreisen. Die das sagen, was man gerne hört. Die, die nie an das glauben, was sie sagen. Tja. Wenn es so weit ist. Dann hat man verloren.

Wenn man Popstar ist, wird man zur Zicke und/oder drogensüchtig. Ist man Manager, dann ist die Ablöse nicht mehr fern, und ist man Politiker, dann kommt einer wie der Strache und gewinnt alle Wahlen. Oder ein Landeshauptmann, und der schießt einen dann wieder runter.

Neun Stück haben wir davon in Österreich. Ein Team, das unterschiedlicher nicht sein kann. Da der hinterfragende Jurist, dort der polternde Populist. Und grad runter der ehemalige Eishockeyspieler, der schon mal zur Gitarre greift, wenn es Sinn macht und Stimmen bringt. Sie alle sind ganz nah dran am Land. An den Sorgen. An den Menschen. Vom parlamentarischen Wien aus werden sie gerne belächelt, und das freut sie, denn damit gewinnen sie Wahlen in ihren Ländern. Denn sie sind – auch – gnadenlose Vertreter des Sprichworts mit dem Hemd und dem Rock. Das gehört zum System und zum Spiel. Man muss also nicht jeden Jodler ernst nehmen. Aber man sollte jeden hören. Im aktuellen NEWS sagen Landeschefs wie Franz Voves (Stmk.) Sätze wie: „Im worst case haben wir bis Jahresende 500.000 Arbeitslose (…) ich wünsche mir, dass wir wieder mehr soziale Kompetenz haben (…)“ Und Josef Pühringer (OÖ) sekundiert: „Die Lage ist dramatisch.“ Es ist Zeit, sie anzuhören und dann in die Pflicht zu nehmen. Fürs Land. Für ein Miteinander gegen die Krise.

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Landesparlamente abschaffen Ich bin dafür, die Landesparlamente inclusive der Landeshauptmänner abzuschaffen. Diese Ausgaben können wir uns sparen.

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