Libyen-Konflikt von

Türkei will bei Gang ins Exil helfen

Erdogan bietet Gaddafi Garantien bei Machtverzicht und Ausreise

Libyen-Konflikt - Türkei will bei Gang ins Exil helfen © Bild: APA/EPA/Mokoena

Die Türkei hat dem libyschen Machthaber Gaddafi Unterstützung bei einem Gang ins Exil angeboten. Gaddafi habe bisher allerdings "leider nicht geantwortet", sagte Regierungschef Erdogan im türkischen TV.

Gaddafi soll unterdessen in einem Brief an den US-Kongress Verhandlungen über eine Waffenruhe angeboten haben. Die NATO erhöhte ihren militärischen und politischen Druck auf Libyen.

Gaddafi habe "keine andere Wahl als das Land zu verlassen", sagte Erdogan. Die Türkei habe ihm die "Garantie" gegeben, ihm dabei behilflich zu sein, an den Aufenthaltsort seiner Wahl zu kommen. Je nachdem wie Gaddafis Antwort ausfalle, werde die Türkei das Thema mit ihren NATO-Verbündeten erörtern. Nähere Angaben zu der von ihm erwähnten "Garantie" machte Erdogan nicht.

Gaddafi-Brief an US-Kongress?
Gaddafi selbst hat angeblich in einem Brief an den US-Kongress seine Bereitschaft bekundet, über eine Waffenruhe zu verhandeln. Ob das Schreiben vom 9. Juni mit der Unterschrift "Muammar Gaddafi, Kommandant der Großen Revolution" echt ist, werde noch geprüft, zitierten US-Medien Parlaments-Kreise. Das US-Außenministerium erklärte, es habe von dem Brief gehört, ihn aber bisher nicht gesehen.

Druck auf Gaddafi "intensivieren"
Der Oberbefehlshaber der internationalen NATO-Truppe ISAF und künftige Chef des US-Geheimdiensts CIA, David Petraeus, sprach in Italien über eine "politische Lösung für ein demokratisches Libyen". Wie das italienische Außenministerium mitteilte, erörterte Petraeus mit Außenminister Franco Frattini vor allem eine "Intensivierung des politischen und militärischen Drucks auf das Gaddafi-Regime".

Schwerste Luftangriffe seit Beginn
Die NATO fliegt seit Anfang der Woche die schwersten Luftangriffe gegen Libyen seit Beginn des internationalen Militäreinsatzes am 19. März. Am Freitagnachmittag erschütterten zwei schwere Explosionen den Osten der Hauptstadt Tripolis. Anrainer sprachen von Luftangriffen auf das östliche Viertel Ain Sara, wo eine dicke schwarze Rauchwolke zu sehen war.

Bei Angriffen auf Gaddafi-treue Einheiten sind nach Angaben der libysche Oppositionszeitung "Brnieq" am Freitag rund um die Stadt Misrata insgesamt 29 Menschen getötet und 90 weitere verletzt worden. Das Gebiet um die Hafenstadt Misrata ist seit Monaten umkämpft. Die von Aufständischen gehaltene Stadt wird von Gaddafis Truppen belagert.

Kommentare

Gadaffi Gadaffi haft für mich sprichwörtlich einen an der Klatsche. Zuerst will er bleiben und sterben, jetzt bettelt er beim US Kongress um eine Waffenruhe. Dann das Hilfsangebot dieser neumalklugen Türken. Eine Waffenruhe bringt insofern nicht, da sie wie es sich in der Vergangenheit gezeigt hat, eh nicht eingehalten wird. Sie würde ihm nur Zeit verschaffen seine Truppen die noch übrig sind neu zu formieren. Und falls einer dran denkt, könnte man die Verwundeten aus dem Kriegsgebiet bringen. Mir kommt der Typ vor wie der Führer in Berlin 1945 wir kämpfen bis zur letzten Patrone.

40tonnen gold auch wenn gadaffi ein komiker ist, der typ hat 40 tonnen gold, vielie milliarden dollar, einiges davon von OMV, die kann er ruhig in der türkei ausgeben.
streiten sich ZWEI freut sich TÜRKEI,....

Ivoir

Erdogan bietet Gaddafi Garantien Ist ja klar! Die Türkei will bei diesem Scharmützel der lachende Dritte sein. Bei der Dummheit der übrigen Beteiligten, dürfte das auch nicht allzuschwer sein.

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