Libyen von

Ali Zeidan entführt

Libyscher Ministerpräsident aus Hotel in Tripolis verschleppt. Angeblich wieder frei.

Libyen - Ali Zeidan entführt © Bild: imago stock&people

Libyens Ministerpräsident Ali Zeidan ist entführt worden. Er sei aus einem Hotel in der Hauptstadt Tripolis verschleppt worden, teilte die Regierung mit. Sie bestätigte damit entsprechende Berichte der TV-Sender Sky News Arabia und Al-Arabiya. Jüngsten Meldungen zufolge soll er bereits wieder frei sein.

Spekulationen, nach denen die Entführung des libyschen Ministerpräsidenten Ali Zeidan in Zusammenhang mit der Festnahme eines Al-Kaida-Terroristen durch die USA stehen könnten, haben sich bestätigt. Wie eine Ex-Rebellengruppe erklärte, habe sie sich zu der Tat entschlossen, nachdem US-Außenminister John Kerry erklärt habe, dass die libysche Regierung von dem US-Einsatz gegen den Extremisten Abu Anas al-Libi gewusst und diesen erlaubt habe. Sie warf der Regierung Korruption und Gefährdung der nationalen Sicherheit vor. Das US-Außenministerium erklärte, es stehe in engem Kontakt mit der libyschen Regierung.

Am vergangenen Wochenende hatte ein US-Sonderkommando Al-Libi, Mitglied der Al-Kaida, gefasst. 1998 soll er an verheerenden Bombenanschlägen in Kenia und Tansania beteiligt gewesen sein. Dies hatte islamistische Extremisten zusätzlich gegen die Regierung aufgebracht.

Verwirrung um Anordnung

Eine Gruppe ehemaliger libyscher Rebellen hat hingegen erklärt, Regierungschefs Ali Zeidan "auf Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen" zu haben. Die Festnahme des Ministerpräsidenten in der Hauptstadt Tripolis sei gemäß dem libyschen Strafgesetz erfolgt, erklärte die Gruppe namens "Operationszelle von Revolutionären" auf ihrer Facebook-Seite im Internet. Die Zelle untersteht theoretisch den libyschen Ministerien für Verteidigung und Inneres.

Keine Schüsse bei Entführung

Bei der Entführung im Hotel Corinthia in Tripolis, in dem sich Zeidan aufhielt, fielen Wachleuten zufolge keine Schüsse. Auch sei es nicht zu einem Kampf gekommen. Der arabische TV-Sender Al-Arabiya zeigte Bilder, auf denen Zeidan von einer Gruppe von Männern in Zivilkleidung umringt wurde.

Das Büro des Ministerpräsidenten rief die Regierungsmitglieder indes zu einer Kabinettssitzung zusammen. Auch das Parlament werde sich mit der Lage befassen, hieß es. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Ruhe zu bewahren. Die Regierung teilte zudem mit, Zeidan sei wahrscheinlich von Angehörigen der "Kommandozentrale der Revolutionäre Libyens" verschleppt worden.

Zeidan steht seit einem Jahr an der Spitze der Regierung. Zwei Jahre nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi ist das Land noch immer tief gespalten und die Lage in vielen Landesteilen unsicher. Die Regierung versucht, den Einfluss rivalisierender Stammesmilizen und radikaler Islamisten einzudämmen.

Kommentare

"Laut Regierung handelt es sich bei den Entführern möglicherweise um frühere Rebellen."

Na sowas aber auch.
Schon wieder die armen Rebellen.

Na dann unterstützt die armen Rebellen in Syrien mal fleissig weiter damit auch dort noch mehr Tod, Chaos und Zerstörung angerichtet werden kann!

"Seit dem Sturz und Tod Gaddafis im Oktober 2011 kommt Libyen nicht zur Ruhe."

Na sowas aber auch.
Dann wartet mal ab was in Syrien passieren wird wenn diese Kriminellen die Macht ergreifen.

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