Letztes Trara vor dem ganz großen Tag: Hofburg-Kandidaten mit finalen Auftritten

Heinz Fischer mischt sich unter Favoritner Marktvolk Barbara Rosenkranz beschließt mit einem "Heimspiel"<br>Kaum Interesse bei Gehrings Besuch im Tiergarten

Letztes Trara vor dem ganz großen Tag: Hofburg-Kandidaten mit finalen Auftritten © Bild: APA/Pessenlehner

Die zu erwartende niedrige Wahlbeteiligung bei der Bundespräsidentenwahl am Sonntag sei sicher nicht mit seinem Wahlkampfengagement zu begründen, meinte Fischer. Der amtierende Präsident mischte sich vor der Wahl noch unters Volk und war etwa im Wiener Arbeiterbezirk in Favoriten. Mitbewerberin Rosenkranz tourte durch Stockerau. BP-Kandidat Gehring lud in den Tiergarten Schönbrunn.

Die zu erwartende niedrige Wahlbeteiligung liege daran, "zum Beispiel, dass eine große Partei nicht kandidiert und nichts zur Wahlbeteiligung beiträgt", so Fischer in Richtung ÖVP. Nach einer Einkaufstour durch den Viktor-Adler-Markt gab es Süßes im Traditionseissalon Tichy. Die Stimmung beim Marktbesuch bezeichnete Fischer als herzlich. "Grüß' Sie, Herr Präsident" und "Alles Gute" tönte es im Marktwirbel. Kaum vorbeigezogen meinte eine Standlerin allerdings auch: "Die sind nur im Wahlkampf da."

Die freiheitliche Bundespräsidentschaftskandidatin Rosenkranz hat am Tag vor der Wahl eine letzte Runde an Wahlkampfauftritten auf dem Wochenmarkt in Stockerau absolviert. Nach dem (geografischen) - "Heimspiel" - die Landesrätin wohnt im Bezirk Korneuburg - stand noch ein Besuch in Baden am Programm. Ihr morgiges Abschneiden wollte Rosenkranz nicht abschätzen. Sie habe natürlich mit einem harten Wahlkampf gerechnet, das "Ausmaß an Niedertracht" mancher Medien habe sie aber doch überrascht, verwies die FPÖ-Politikerin auf "Manipulationen" von Aussagen. Die Stimmung bei den Menschen sei gut, meinte sie.

Der letzte Versuch von Präsidentschaftskandidat Gehring, Stimmen für sich zu gewinnen, erwies sich im Tiergarten Schönbrunn als nicht besonders erfolgreich. Gehring hatte zu einem Zoobesuch eingeladen, brachte allerdings kaum mehr als 20 Karten an. Ein Teil davon ging sogar an die eigenen Enkelkinder, die mitgekommen waren, sowie an ein paar Journalisten. Gehring, der auch von seiner Gattin begleitet wurde, gab sich für den morgigen Wahlsonntag dennoch zuversichtlich.

(apa/red)