Letzte EBEL-Runde vor den Play-offs: Graz demütigt Salzburg zum Abschluss mit 7:0

KAC schießt sich für Matches gegen Salzburg warm Vienna Capitals kassieren in Jesenice 1:6-Debakel

Letzte EBEL-Runde vor den Play-offs: Graz demütigt Salzburg zum Abschluss mit 7:0 © Bild: GEPA/Oberlaender

Die Graz 99ers haben in der 54. und letzten Runde des Grunddurchgangs der Erste Bank Eishockey Liga einen eindrucksvollen 7:0-Erfolg über Vizemeister Salzburg gefeiert. Die Steirer, die bereits vor dem Spiel als Sieger des Grunddurchgangs festgestanden waren, geigten im für sie bedeutungslosen Spiel noch einmal ordentlich auf und feierten den höchsten Sieg seit Februar 2001. Im Play-off treffen die 99ers nun auf Zagreb, während die Salzburger in einer Neuauflage des Vorjahresfinales Meister KAC zum Gegner haben.

Die Grazer zeigten von Anfang an, dass sie das eigentlich bedeutungslose Spiel unbedingt gewinnen wollten. Mark Brunnegger brachte die 99ers bereits in der dritten Minute in Führung. Die Salzburger präsentierten sich fehleranfällig, und die Steirer nutzten die Nachlässigkeiten des Vizemeisters gekonnt aus. Im Mitteldrittel stellten Markus Peintner (27.,33.) mit einem Doppelpack und Rodney Jarrett (33./PP) auf 4:0.

Damit war die Partie entschieden. Nick Kuiper (50./PP) sorgte in Überzahl für den fünften Treffer, Eric Healey (55.) setzte nach einem schönen Pass von Warren Norris und einer sehenswerten Körpertäuschung noch ein Tor drauf - 6:0. Für den 7:0-Endstand war Patrick Harand (59.) verantwortlich.

KAC feiert ungefährdeten Heimsieg
Eishockey-Meister KAC hat den Grunddurchgang mit einem ungefährdeten Heimsieg gegen Olimpija Laibach abgeschlossen. Die Kärntner siegten 5:0, die Laibacher waren nur mit 14 Feldspielern angetreten. Im Play-off spielt der KAC nun in einer Neuauflage des Vorjahresfinales gegen Vizemeister Salzburg. Laibach beendete die EBEL auf dem 10. und letzten Tabellenrang.

Der KAC bemühte sich lange fruchtlos um den ersten Treffer, der das Spiel öffnete. Erst als Manuel Geier (27./PP) den Rekordmeister Mitte des zweiten Drittels in Führung gebracht hatte, hatten die Kärntner leichteres Spiel. Markus Pirmann (34.) und Christoph Brandner (35.) stellten noch im Mittelabschnitt auf 3:0. Mit Brandners (41.) zweitem Treffer nur 47 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels war die Partie entschieden. Thomas Hundertpfund (58.) legte kurz vor Schluss noch einmal nach und sorgte für den 5:0-Endstand.

Debakel für Vienna Capitals
Die Vienna Capitals gehen mit einer kräftigen Schlappe in das Play-off. Die Wiener mussten sich in Jesenice mit 1:6 geschlagen geben. Die Caps beendeten den Grunddurchgang damit auf Rang drei und bekommen es im Viertelfinale (best-of-seven) ab Sonntag mit dem ungarischen Meister Fehervar zu tun.

In Slowenien brachte Susanje die Gastgeber in der 12. Minute in Führung, Bjornlie gelang aber eine Minute später der Ausgleich. Im Mitteldrittel aber schlitterten die Wiener mit vier Gegentreffern innerhalb von neun Minuten in die Niederlage. Ticar (24./PP), Elik (31.), Sabolic (33.) und noch einmal Ticar (34.) sorgten für eine frühe Entscheidung. Jesenice beendete die EBEL-Saison dennoch als Tabellenletzter.

VSV besiegt Linz
Der VSV hat sich Selbstvertrauen für das Play-off geholt. Die Villacher Adler besiegten zum Abschluss des Grunddurchgangs die Black Wings aus Linz mit 4:1 und zeigten sich damit für das Viertelfinale (best-of-seven) ab Sonntag gerüstet. Da treffen Villach und Linz wieder aufeinander.

Im Vorjahr gingen die Villacher ebenfalls mit einem Sieg gegen Linz (5:2) ins Play-off, scheiterten danach aber klar an den Oberösterreichern (2:4 Siege). Diesmal wollen sie es anders machen.

Nach drei Niederlagen feierten sie gegen die Linzer einen sicheren Sieg. Kiel McLeod brachte die Heimischen in der 7. Minute im Powerplay in Führung, im Mitteldrittel sorgten Andreas Kristler und Michael Martin mit einem Doppelpack innerhalb von 21 Sekunden für die Vorentscheidung (36.). Den Fans wurde allerdings kein Play-off-Eishockey geboten. Keine Mannschaft brachte Härte ins Spiel, die Villacher brachten sogar 14 Stürmer zum Einsatz.

(apa/red)