Lerne Wien von einer neuen Seite kennen: Faszinierende Häuser von damals bis heute

Buchkritik: Mit Schwerpunkt auf der Stadtentwicklung Ein praktischer Reiseführer für Touristen und Inländer

Lerne Wien von einer neuen Seite kennen: Faszinierende Häuser von damals bis heute © Bild: Springer Wien

Sie beginnt mit der Ruprechtskirche, deren Gründung im Jahr 740 erfolgt sein soll, und endet mit dem noch nicht existierenden Wiener Hauptbahnhof: die Geschichte der "gebauten Umwelt" in Wien, die der Architekturprofessor August Sarnitz nun in einer umfangreichen Neuerscheinung würdigt. In dem bei Springer erschienenen Band "Architektur Wien - 700 Bauten" beschreibt der Autor nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten, sondern auch viele weniger bekannte Objekte.

Sarnitz hat sich für eine Auflistung nach Bezirken entschieden sowie für eine intensivere Behandlung der zeitgenössischen Architektur und Stadtentwicklung. Nur wenige der behandelten Bauten wurden vor dem Mittelalter errichtet, rund ein Drittel fällt in die Zeit vom Mittelalter bis 1918. Der Großteil handelt von der Architektur der Zwischenkriegszeit bis zur Gegenwart - wobei den vergangenen beiden Jahrzehnten besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Reisebegleiter durch die Stadt
Da der Schwerpunkt auf der jüngeren Vergangenheit liegt, beanspruchen vor allem Wohngebäude viel Platz in dem fast 600 Seiten umfassenden Band. Nichts desto trotz eignet sich das Buch durchaus als Reisebegleiter durch die Stadt. Als nette Geste enthält es auch einen U-Bahn-Plan. Die exemplarische Bautensammlung wird durch einen chronologischen Index sowie eine Liste der Architekten ergänzt. Essays widmen sich unter anderem der Stadtgeschichte und den jüngsten Schwerpunkten der Stadtplanung.

August Sarnitz
Architektur Wien
700 Bauten

Broschur, 592 Seiten
Springer Wien, € 34,95

www.springer.com

(apa/red)