Leo Wallner bleibt weiter "Herr der Ringe": Einstimmig als OÖC-Chef wiedergewählt

Wurde für vier weitere Jahre in seinem Amt bestätigt Turbulenzen um die Finanzgebarung des ÖOC

Leo Wallner bleibt weiter "Herr der Ringe": Einstimmig als OÖC-Chef wiedergewählt © Bild: APA/Hochmuth

An der Spitze des Österreichischen Olympischen Komitees bleibt alles beim Alten. Leo Wallner wurde von der ÖOC-Hauptversammlung in Wien für vier weitere Jahre einstimmig als Präsident gewählt. Der 73-jährige Niederösterreicher schloss organisatorische Umstrukturierungen des ÖOC in der Zukunft aber nicht aus, zudem wurde eine weitere, noch umfangreichere Prüfung des ÖOC beschlossen.

Die medialen Turbulenzen um die Finanzgebarung des ÖOC und den Olympischen Förderverein konnten dem einzigen Kandidaten Wallner offenbar nichts anhaben. Auch in der rund zweieinhalb Stunden dauernden Hauptversammlung war kein Gegenkandidat in Sicht, das Votum für den seit 1990 amtierenden Präsidenten fiel eindeutig aus. Zudem wurde der Wahlvorschlag für den Vorstand bestätigt.

ÖOC unter die Lupe genommen
"Ich freue mich klarerweise", erklärte Wallner. "Ich sehe das als einen besonderen persönlichen Auftrag, mich jetzt noch mehr um das ÖOC und den Sport anzunehmen." Allerdings wird es eine weitere Prüfung geben, diesmal soll sogar das gesamte ÖOC vor dem Zeithorizont der vergangenen vier Jahre unter die Lupe genommen werden. "Wir beauftragen die Kammer der Wirtschaftstreuhänder, jemanden zu schicken", so Wallner. "Wir wollen Verdachtsmomente hintanhalten. Ich nehme an, dass etwas Ordentliches herauskommt."

Darabos fordert Transparenz
Sportminister Darabos sah sich dadurch bestätigt. "Die erste Überprüfung der Geldflüsse des Fördervereins konnten für mich und andere Vorstandsmitglieder keine zufriedenstellenden Antworten liefern", erklärte der Sportminister. "Das ÖOC ist ein Privatverein, aber als Sportminister kann und muss man den Druck erhöhen, dass Transparenz herrschen muss. Es geht um die Olympische Bewegung. Dann wird man sehen, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse in einem Monat vorliegen werden."

(apa/red)